NÖ Gesundheitslandesrätin kritisiert "Zahlenwirrwarr". Die vom Gesundheits- und Innenministerium am Donnerstag vermeldeten 1.074 Coronavirus-Neuinfektionen in Niederösterreich gehen für Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) auf ein "Zahlenwirrwarr" zurück. Im Gegensatz dazu meldete der Landessanitätsstab für Donnerstag mit Stand 8.00 Uhr lediglich 643 Neuerkrankungen.

Von APA / NÖN.at. Erstellt am 29. Oktober 2020 (14:24)
Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig 
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Eine Nachmeldung des Bundes floss laut Aussendung in die Berichterstattung ein, um die am Mittwoch vermeldeten 103 Neuerkrankungen zu korrigieren. "Wir hatten allerdings gestern in Niederösterreich 516 neue Fälle und diese Entwicklung auch entsprechend weitergemeldet", betonte die Landesrätin. Es sei "sehr ärgerlich, dass es seit Wochen nicht gelingt, einheitliche Zahlen zu kommunizieren", fuhr sie fort und forderte, die Bevölkerung nicht unnötig zu verunsichern.

Unterdessen wuchsen die Cluster im Bundesland weiter an. Im Stadtheim Wiener Neustadt wurden 27 Neuerkrankungen registriert, die Gesamtzahl kletterte auf 65, berichtete ein Sprecher der Landesrätin. In einem Pflege- und Betreuungszentrum (PBZ) in St. Peter in der Au (Bezirk Amstetten) stieg die Zahl der Corona-Patienten um neun auf 70. Im Zusammenhang mit dem Zentrallager einer Lebensmittelkette in St. Pölten wurden seit 6. Oktober insgesamt 40 Infektionen gemeldet, acht kamen im Vergleich zum Vortag hinzu.

Weitere kleinere Häufungen wurden in Betrieben festgestellt, hielt der Sprecher fest. 80 der Neuinfektionen wiesen zudem einen Bezug zu Bildungseinrichtungen auf. Insgesamt befanden sich in Niederösterreich 18.030 Personen in Quarantäne.