Land NÖ bereitet Corona-Schnelltests an Schulen vor. Mit Gurgellösungen sollen bei Verdachtsfällen vor Ort Proben entnommen werden können. Auch die Auswertung erfolgt direkt am Schulstandort. Dafür werden Laborbusse und -Autos angemietet, kündigt Landesrätin Teschl-Hofmeister an.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 30. November 2020 (16:25)
Landesrätin Teschl-Hofmeister
NLK/Burchhart

Wenn die Schülerinnen und Schüler ab 7. Dezember wieder in den Klassenzimmern lernen, sollen sie bei Verdachtsfällen schnell getestet werden können, sagt Bildungslandesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (ÖVP). Sie spricht sich für die Durchführung von Schnelltests an Niederösterreichs Schulen aus. Ein Konzept soll noch in dieser Woche fertiggestellt werden.

„Schulbesuch so sicher wie möglich gestalten“

„Mit einem in kurzer Zeit vorliegenden Testergebnis, können wir die Sicherheit aller Beteiligten erhöhen und maßgeblich dazu beitragen, den Präsenzunterricht so lange wie möglich aufrecht zu erhalten. Mir ist es wichtig, den Schulbesuch so sicher wie möglich zu gestalten“, erklärt sie und betont, dass die geplante Schnelltest-Maßnahme der Teststrategie des Bundes entspreche. 

Möglich sein soll es künftig, Proben zur Analyse mittels Gurgellösung am Schulstandort abzunehmen und die im Pilotprojekt erprobten RT-Lamp-Tests, inklusive deren Befundung und selbstständigen Übertragung der gewonnenen Daten in das Epidemiologische Meldesystem, durchzuführen. Für die Probennahme, die Laborbedienung und die Verwaltung werden vom Land Niederösterreich entsprechende Räumlichkeiten bzw. Laborbusse und Pkw angemietet.

„Schätzungen zufolge ist mit rund 5.000 Proben pro Monat, die mittels RT-Lamp-Test zu untersuchen sein werden, zu rechnen. Allerdings kann sich sowohl die Anzahl der zu untersuchenden Proben als auch die Anzahl der angemieteten Räumlichkeiten, je nach weiterer Entwicklung der Pandemie, ändern“, so Teschl-Hofmeister. 

Kosten belaufen sich auf 345.000 Euro pro Monat

Nach einem Auswahlverfahren unter möglichen Anbietern soll das Projekt mit der niederösterreichischen Firma Artichoke Computing GmbH durchgeführt werden. Die geschätzten monatlichen Kosten des Projekts belaufen sich auf rund 345.000 Euro pro Monat. Derzeit wird von einer dreimonatigen Testnotwendigkeit ausgegangen.