Schnelltests jetzt auch in NÖ-Kindergärten geplant. Klagen, dass die Pädagoginnen und Pädagogen der Jüngsten bei den Corona-Maßnahmen vergessen wurden, gab es zuletzt von vielen Seiten. Das Land versichert nun, dass ein ähnliches Testsystem wie für Schulen in Vorbereitung ist. Zusätzlich werde das Personal mit FFP2-Masken ausgestattet.

Von Lisa Röhrer. Erstellt am 22. Januar 2021 (16:46)
Einschränkungen durch Corona. In den drei Parndorfer Kindergärten tummelten sich zuletzt schon mehr als 280 Kinder. Einige von ihnen sollen jetzt zuhause bleiben.
Symbolbild/Bilderbox.com

In den Kindergärten herrscht trotz des Lockdowns reger Betrieb. Aktuell werden rund 60 Prozent der Eingeschriebenen in den Einrichtungen betreut. Heute ging daher ein Informationsschreiben von Bildungslandesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (ÖVP) an die Eltern. "Aufgrund internationaler Mutationen des Coronavirus kann ein erhöhtes Ansteckungsrisiko in den nächsten Wochen nicht ausgeschlossen werden - auch nicht bei den Kindern im Kindergarten", heißt es darin. Es wird betont, dass das Angebot weiter aufrecht bleibt. Aber auch ausdrücklich darauf hingewiesen, dass diese nur dann genutzt werden soll, wenn das unbedingt notwendig ist. 

Bei Eltern und Vertretern anderer politischer Parteien ließ die Ankündigung, die Zahl der Betreuten senken zu wollen, die Emotionen hochkochen. „Der Appell der Bildungslandesrätin, Kinder nicht in die Kindergärten zu schicken, ist ein Ablenkungsmanöver von den eigenen Versäumnissen“, sagt Georg Ecker, Bildungssprecher der NÖ-Grünen. Er betont, dass viele Kinder nicht zuhause betreut werden können, und kritisiert, dass in Niederösterreich, anders als in anderen Bundesländern keine Selbsttests für das Personal zur Verfügung gestellt werden. 

Aus dem Büro von Teschl-Hofmeister wird nun darauf hingewiesen, dass das Kindergartenpersonal die ab Montag an voraussichtlich 110 Orten eingerichteten Teststraßen nutzen könne. Zusätzlich sollen auch die neuen Selbsttests, die in der Schule eingesetzt werden, in Kindergärten genutzt werden. Die ÖVP-Politikerin verweist hier wiederum auf den Bund und das grüne Ministerium: Möglich sei das "nach Zulassung durch Bundesminister Anschober (Grüne) und die AGES". "Vorbereitungen seitens des Landes dazu laufen bereits", heißt es auf NÖN-Nachfrage. Für die Kleinen selbst gebe es momentan keine geeignete Testmöglichkeit. 

Kindergarten-Pädagoginnen brauchen negatives Testergebnis

Testmöglichkeiten sind jedenfalls nötig. Schließlich sieht die neue Maßnahmenverordnung des Gesundheitsministeriums das regelmäßige Vorlegen ein negatives Testergebnis (nicht älter als 7 Tage) für Pädagoginnen und Pädagogen vor. Alternativ muss das Personal auch im Umgang mit den Kindern FFP2-Masken tragen.

Ansonsten sind FFP2-Masken im Kindergarten, wie es ebenfalls im Elternbrief heißt, nur in Gesprächssituationen zwischen Erwachsenen vorgesehen. Im Büro der Bildungslandesrätin betont man außerdem, dass alle Pädagoginnen und Pädagogen und das Betreuungspersonal in den NÖ-Kindergärten mit dem Mund-Nasen-Schutz ausgestattet werden. Gleichzeitig seien Kindergartenleiterinnen und -leiter angehalten, darauf zu achten, dass sich Gruppen möglichst nicht durchmischen. Externe Personen dürfen außerdem nur in Notfällen die Räumlichkeiten betreten.