Danninger: „Viele Infektionen in der dritten Halbzeit“. ÖVP-Sportlandesrat Jochen Danninger verteidigt die vom Land Niederösterreich festgelegten strengeren Corona-Maßnahmen, die vor allem viele Sportvereine hart treffen.

Von Walter Fahrnberger. Erstellt am 25. September 2020 (18:21)
Sportlandesrat Jochen Danninger will für Unterstützung der Sportvereine kämpfen.
NLK/Filzwieser

Helle Aufregung herrscht bei vielen Amateur-Fußballvereinen in Niederösterreich. Sie wissen seit Freitag, dass sie ab 1. Oktober vor leeren Rängen spielen müssen, sollte  die Corona-Ampel in ihrem Bezirk „orange“ leuchten. Aktuell wären das neun Bezirke sowie die Statutarstädte Krems und Wiener Neustadt.

Wirtschafts- und Sportlandesrat Jochen Danninger verteidigte am Freitag die strengeren Corona-Regeln für Niederösterreich.
„Die heute angekündigte Verordnung im Sportbereich ist notwendig und eine klare Empfehlung der Gesundheitsbehörden. So sehr das schmerzt, dienen diese Maßnahmen zum Schutz vor einem neuerlichen Lockdown und somit auch dem Schutz von zahlreichen Unternehmen und tausenden Arbeitsplätzen“, betont Danninger. 

Danninger fordert Unterstützung für die Vereine

Denn viele Infektionen der letzten Wochen seien auf die sogenannte dritte Halbzeit zurückzuführen. „Nur mit diesen strengen Maßnahmen ist es möglich, den Sportbetrieb weiter aufrecht zu erhalten und gleichzeitig die Infektionszahlen zu senken. Natürlich sind Zuschauer sportlich aber vor allem wirtschaftlich ein wesentlicher Bestandteil eines jeden Vereins. Aus diesem Grund brauchen wir jetzt sehr rasch eine Verlängerung des NPO-Unterstützungsfonds des Bundes bzw. einen wirkungsvollen Schutzschirm für unsere Sportvereine.“ 

Laut Danninger sei er bereits im regen Austausch. Er werde seine Bemühungen weiter intensivieren, um hier rasch zu einer Lösung zu kommen. Dass die Vereine Unterstützung brauchen, steht für Danninger außer Frage.
Übrigens: Bis zur Ampelfarbe Gelb gelten die Maßnahmen des Bundes. Für den Fußball bedeutet dies in der Praxis eine Begrenzung mit 100 Zusehern (sofern kein Covid19-Präventionskonzept vorliegt).