Demo gegen Matura. Zentralmatura / Benotungsschlüssel geändert, Vorbereitung verlängert. Aber nicht alle Schüler sind mit den erreichten Resultaten zufrieden.

Von Tina Wessig. Erstellt am 16. Dezember 2013 (13:00)
NOEN, APA/ROLAND SCHLAGER
Über 5.000 Schüler demonstrierten vergangenen Donnerstag gegen die Zentralmatura. APA/Schlager
Von Tina Wessig

Das Bundesinstitut für Bildungsforschung (BIFIE), das für das Bildungsministerium die Zen tralmatura erarbeitet hat, kam den Schülern nun entgegen. Konkret waren die Arbeiten in Mathematik Grund für den Schüler-Ärger: „Es hat viele negative Arbeiten gegeben. Der Beurteilungsschlüssel wurde zum Teil falsch angewendet“, sagt Felix Wagner, Obmann der NÖ Schülerunion.

Schülerunion-Chef zufrieden, AKS nicht

Dazu soll es jetzt eine Info-Kampagne geben. Überdies bietet eine Übungsplattform interaktive Übungsmöglichkeiten. Weiters wurden auch die Vorbereitungszeiten auf Prüfungen verlängert.

„Unsere Forderungen wurden im Wesentlichen erfüllt“, sagt Wagner. Viel mehr Entgegenkommen sei vom BIFIE nicht mehr zu erwarten. Mit der Einigung zeigt sich auch Bundesschulsprecherin Angi Groß zufrieden: „Es ist ein voller Erfolg für die Schüler.“

Dem widerspricht Claudia Satler, Bundesvorsitzende der Aktion Kritischer Schüler (AKS): „Die Verhandlungsergebnisse sind keinesfalls zufriedenstellend. Es sind rund 5.000 Schüler auf die Straße gegangen, um ein Zeichen zu setzen, dass man nicht über unsere Köpfe hinweg entscheiden kann.“

Helm: „Schülerstreik hat keine Auswirkungen“

Die AKS, die neben anderen Gruppierungen zur Demo in Wien mobil gemacht hatte, spricht sich gegen die 60-Prozent-Hürde bei den Mathematik-Kompetenzaufgaben aus, die Vorbereitungszeit für mündliche Wiederholungsprüfungen müsse mindestens 14 Tage sein, die Verwendung von Wörterbüchern erlaubt und Schülern ein Streikrecht eingeräumt werden.

Die Schülerunion selbst distanziert sich vom Streik. Auch Landesschulratspräsident Hermann Helm relativiert: „Meines Erachtens hat der Schülerstreik keine Auswirkungen, da mit Bundesschülervertretung und BIEFIE eine Einigung erzielt wurde.“ Die Anzahl der Schüler aus NÖ, die am Streik beteiligt waren, sei sehr gering gewesen.