Erstellt am 17. Januar 2017, 00:42

von Walter Fahrnberger

Die digitale Welt in der Klasse. Medienkompetenz bald am Stundenplan. Angebot der Ganztagsschulen wird bis 2025 verdoppelt . Gesetzesentwurf für Autonomiepaket soll Ende Jänner stehen.

Matthias Stadler, Ministerin Sonja Hammerschmid und Ex-Ganztagsschüler Michael Kögl präsentierten Ideen zur Bildungsreform.  |  Käfer

Bildungsministerin Sonja Hammerschmid (SPÖ) hat sich für das Jahr 2017 vieles vorgenommen. Ein Schwerpunkt ist die Digitalisierung. „Wir müssen den Jugendlichen Medienkompetenz vermitteln“, sagt die Ministerin und meint vor allem den Umgang in Hinblick auf Cybermobbing oder Hasspostings. Ende Jänner will Hammerschmid erste Ergebnisse in einer Gesamtbildungsstrategie präsentieren.

Dann soll auch der Gesetzesentwurf für das Autonomiepaket, dem Herzstück der Bildungsreform, stehen. Damit will sie die Schulen in die Lage versetzen, anders, vor allem qualitätsvoller, zu unterrichten. Konkret könnte in Abstimmung von Direktoren, Lehrer, Eltern und Schüler bestimmt werden, was am Standort passiert. Der Schulbeginn in der Früh steht dabei ebenso zur Diskussion wie die Länge einer Unterrichtsstunde.

Ein weiterer Fokus liegt auf dem Ausbau der Ganztagsschule: Das Paket wurde noch im Vorjahr beschlossen, jetzt geht es darum, alle Bildungspartner gut zu informieren und vorzubereiten. Bis 2025 soll so das ganztägige Angebot von derzeit 20 Prozent auf 40 Prozent verdoppelt werden. Jeder Schüler soll bis 2025 im Umkreis von 20 km zum Wohnort einen Platz in einer Ganztagsschule finden.

SPÖ-NÖ-Chef Matthias Stadler legt aber Wert auf Wahlfreiheit für die Eltern: „Die ganztägige Schulform soll nicht verpflichtend für alle gelten.“