Mit NÖ-Software läuft Test fast selbst. HTL-Lehrer entwickelten eigene Lern-Plattform. 15 Schulen nutzen sie bereits.

Von Lisa Röhrer. Erstellt am 09. September 2020 (04:06)
Symbolbild
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Spätestens seit dem Homeschooling hat die Digitalisierung die Schulen erreicht. Wegen des Distance Learnings wurden Online-Lernplattformen plötzlich unverzichtbar. Für viele Schüler, Lehrer und Eltern war das Neuland. Nicht für die HTL St. Pölten. Zum Einsatz kommt dort – wie in mittlerweile mehreren Schulen – „Letto“.

Diese Lernplattform entwickelten Lehrer der HTL bereits vor einigen Jahren. Sie läuft nach folgendem Prinzip: Der Lehrer erstellt etwa eine Mathe-Prüfungsaufgabe und tippt sie in den Computer. Dieser macht daraus automatisch 25 verschiedene Aufgaben – alle nach demselben Muster, aber mit unterschiedlichen Zahlen und Angaben. Daraus wird dann ein Test mit fünf Beispielen, den die Schüler auf dem Handy oder Laptop ausfüllen. Wie sie sich geschlagen haben, erfahren sie wenige Sekunden später. Für den Lehrer werden alle Leistungen der Schüler automatisch gesammelt. Das soll den Pädagogen die Arbeit erleichtern. Schüler sollen damit bequem und zu jeder Zeit mit direktem Feedback üben können.

Gelernt und geprüft wird mit „Letto“ momentan an 15 Schulen in Österreich, darunter die Mittelschule Lilienfeld oder die Mary-Ward-Schule St. Pölten.

Auch an Uni kommt Plattform zum Einsatz

Im Einsatz ist die Plattform nun auch an einer Hochschule: „Wir haben zuletzt sogar die Technische Universität (TU) Wien für uns gewinnen können“, freut sich Entwickler Daniel Asch. An der TU sorgte die Plattform dafür, dass die Studenten, obwohl die Hörsäle leer blieben, ihre Prüfungen ablegen konnten, erzählt sein Entwickler-Kollege Werner Damböck.

Durch den größeren Fokus auf Online-Lernen hofft das Trio auf mehr User für „Letto“: „Wir sind bereits in Gesprächen mit weiteren Schulen“, erzählt Asch. Bei einem Besuch im Bildungsministerium wurde die Plattform auch offiziell vorgestellt.