140 auf der A1: Keine neuen Messungen in NÖ. Im Umweltressort in Oberösterreich sieht man Mängel bei Tempo-140-Test. Das Land NÖ wird keine weiteren Messungen machen.

Von Teresa Sturm. Erstellt am 13. August 2019 (04:02)
Wodicka
In Oberösterreich kritisiert das Umweltressort die Messungen der Asfinag bei der Teststrecke Tempo 140 km/h. Von der NÖ Luftgüteüberwachung heißt es, dass in NÖ ohnehin immer gemessen wird.

Die Aufregung rund um die Teststrecken mit Tempo 140 km/h in Niederösterreich und Oberösterreich reißt nicht ab. Nachdem laut Asfinag Tempo 140 nur einen geringen Anstieg der Umweltbelastung zeige, hat Greenpeace höhere Werte berechnet. Nun kritisierte auch das oberösterreichische Umweltressort die Messungen der Asfinag.

Umweltlandesrat Rudi Anschober von den Grünen spricht von schweren Mängeln, die Experten des Landes OÖ sehen. So hätten etwa die Messstationen nicht den rechtlichen Vorgaben entsprochen. Anschober kündigte daher eigene Messungen an.

Alle Grenzwerte in NÖ eingehalten

In Niederösterreich sieht man hingegen keinen Grund, neue Messungen auf der Autobahn durchzuführen, heißt es von der NÖ Luftgüteüberwachung. An insgesamt 42 stationären und vier mobilen Messstellen wird die Luftgüte in Niederösterreich landesweit ohnehin gemessen. Da heißt es, dass alle Grenzwerte in NÖ eingehalten werden. Auch das erste Halbjahr 2019 würde zeigen, dass der Trend rückläufig sei.

Das Immissionsschutzgesetz-Luft verlangt, dass man in Bereichen misst, wo sich Menschen im Vergleich zum Mittelungszeitraum (Jahresmittelwert: ein Jahr) zum betreffenden Grenzwert signifikant aufhalten. Daher würde man, heißt es bei der NÖ Luftgüteüberwachung, nicht auf Autobahnen messen, sondern in den nahegelegensten Siedlungsgebieten zur Autobahn.

Auf keinen Fall 140 km/h, sondern sogar nur 100 km/h soll man in Zukunft auf der A1 auf dem etwa fünf Kilometer langen Stadt-Abschnitt der Westautobahn fahren dürfen. Zumindest, wenn es nach Stadtrat Harald Ludwig (SPÖ) geht. Der plant mit der ARBÖ-Ortsgruppe einen weiteren Anlauf für eine Temporeduktion. Vor allem der Lärm würde so weniger werden, sagt Ludwig.