Diskussion um Aufstieg mit drei Fünfern. Der automatische Aufstieg von Schülern mit bis zu drei Fünfern ist noch keine ausgemachte Sache. VP-Bildungsverhandler Amon ist in diesem Punkt zwar kompromissbereit. Die Frage, wo man die Grenze ziehe, um aufsteigen zu können, muss aber nach der Begutachtung erörtert werden. Ebenfalls noch nicht ganz vom Tisch ist, dass die Lehrerkonferenz eine Mitsprache behält, ob Schüler weitergelassen werden.

Erstellt am 19. Juni 2011 (08:04)

Der automatische Aufstieg von Schülern mit bis zu drei Fünfern ist noch keine ausgemachte Sache. VP-Bildungsverhandler Amon ist in diesem Punkt zwar kompromissbereit. Die Frage, wo man die Grenze ziehe, um aufsteigen zu können, muss aber nach der Begutachtung erörtert werden. Ebenfalls noch nicht ganz vom Tisch ist, dass die Lehrerkonferenz eine Mitsprache behält, ob Schüler weitergelassen werden.

Unterrichtsministerin Schmied hatte gemeinsam mit den Bildungssprechern der Koalition am Dienstag ihr Modell für eine "modulare Oberstufe" präsentiert, das demnächst in Begutachtung gehen soll. Demnach sollen Schüler der AHS und berufsbildenden mittleren und höheren Schulen (BMHS) nur dann eine Klasse wiederholen, wenn sie in mehr als drei Fächern negativ sind. Stattdessen sollen nur noch einzelne Module, in die der Semesterstoff künftig unterteilt wird, nachgeholt werden müssen. Im Falle einer "Ehrenrunde" blieben dem Schüler alle positiven Noten vom vorigen Schuljahr erhalten.

Vor allem in einigen Länderorganisationen der ÖVP, aber laut Meinungsumfragen auch bei der Bevölkerung kam dieses Modell nicht unbedingt gut an. Amon hielt dem im Gespräch mit der APA entgegen, dass man an immerhin 27 Schulstandorten entsprechende Modelle erprobt und dabei außerordentlich positive Rückmeldungen erhalten habe. Vergessen werde zudem, dass in dem Paket auch sehr viel an Leistungsorientierung und Begabtenförderung enthalten sei.

Der VP-Bildungssprecher verwies auch auf die Vorteile des Universitätsähnlichen Betriebs in der modularen Oberstufe. Man werde nicht mehr automatisch im Bildungsfortgang "steckenbleiben". Auch an den Universitäten bleibe man nicht in einem Studienjahr verhaftet, wenn man bei einer Prüfung scheitere.

Ob es nun tatsächlich bis zu drei Fünfer sein werden, mit denen man aufsteigen darf, ließ Amon fürs erste offen. Nicht endgültig festgelegt ist Amon auch in der Frage, ob die Lehrer bei der Frage des Aufstiegs mit Fünfern weiter etwas mitzureden haben sollen oder eben nicht, wie das in den neuen Plänen vorgesehen ist. Hier gebe es gute Argumente dafür und dagegen.