Ebner: "Feuerwehren sparten sich 11 Millionen Euro". Seit fast drei Jahren bekommen Feuerwehren die Mehrwertsteuer für die Anschaffung eines neuen Fahrzeuges vom Land rückvergütet. Gekauft wurden seither 335 Fahrzeuge - mit einer wesentlichen Kostenersparnis für die Florianis.

Von Lisa Röhrer. Erstellt am 31. Oktober 2019 (13:59)
Betonen die Wichtigkeit der Feuerwehren für Niederösterreich: VPNÖ-Landesgeschäftsführer Bernhard Ebner und Freiwilligen- und Katastrophenschutzsprecher Franz Mold.
VPNÖ

99.000 Feuerwehr-Frauen und -Männer kümmern sich um die Sicherheit der Niederösterreicher. Im Vorjahr hatten sie 70.000 Einsätze zu bewältigen. Sie rückten zu fast 4.000 Bränden, 9.000 Verkehrsunfällen, 2.700 Menschenrettungen und 45.000 technischen Einsätzen aus. Insgesamt schrillen in Niederösterreich im Durchschnitt alle 7,5 Minuten irgendwo die Handys und Pager mit einer Einsatz-Alarmierung.

Damit die Feuerwehrleute ihre Arbeit verrichten, Brände löschen, Fahrzeuge bergen oder Kätzchen von den Bäumen retten können, brauchen sie auch die notwendige Ausstattung. Ein wichtiger Teil sind dabei Fahrzeuge - Hilfeleistungs-Fahrzeuge, Mannschaftstransporter und Drehleiter-Fahrzeuge. Bei der Anschaffung dieser unterstützt das Land: "Seit Jahresbeginn 2017 übernehmen wir die Mehrwertsteuer für Feuerwehr-Fahrzeuge", erklärt VPNÖ-Landesgeschäftsführer Bernhard Ebner. Und davon machten schon viele Wehren Gebrauch: Insgesamt wurden seither 335 Fahrzeuge angeschafft. 11 Millionen Euro haben sich die Feuerwehren dabei durch die neue Unterstützung des Landes gespart. "Diese Kostenübernahme ist bundesweit einzigartig", ist Ebner stolz.

"Sicherheit und Verbundenheit"

Die Unterstützung der Feuerwehren sei aus seiner Sicht unerlässlich: "Sie geben uns Sicherheit und schaffen Verbundenheit, weil sie dabei sind - bei allen Festen, Veranstaltungen und Aktionen in Gemeinden", meint der VPNÖ-Landesgeschäftsführer. Freiwilligen- und Katastrophenschutzsprecher Landtagsabgeordneter Franz Mold gibt ihm recht. Seine Heimatstadt Zwettl sei, um die Wichtigkeit der Feuerwehr in einer Gemeinde hervorzuheben, ein gutes Beispiel: "Wir haben 11.000 Einwohner und 1100 Mitglieder bei den 26 Feuerwehren", erzählt er, "das sind zehn Prozent der Einwohner."

An dieser Zahl soll sich auch in Zukunft nichts ändern. "Ein wesentlicher Faktor ist deshalb die Jugendarbeit", meint Mold. Fast 6.000 junge Mädchen und Burschen stehen gerade in der Ausbildung. Die 10- bis 15-Jährigen lernen alles rund um Einsatz, Kameradschaft und das Freiwilligenwesen. Neu ins Leben gerufen wurde außerdem die Kinderfeuerwehr. Dabei sollen schon 8- bis 10-Jährige an das Leben bei der Feuerwehr herangeführt werden.