Freiwilligen-Gipfel: „Zuhören“ und „Mut machen“. Unterstützung vom Land und Zuversicht für die Zukunft für Niederösterreichs über 20.000 Vereine.

Von Michaela Fleck. Erstellt am 02. März 2021 (08:33)
Beim Freiwilligen-Gipfel im Landhaus und online: Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner mit Landesrat Jochen Danninger (links) und Service Freiwilligen-Projektleiter Konrad Tiefenbacher.
NLK / Burchhart

Die Sportunion und die Regionalmuseen, die Hospizbegleiter und die Seniorenverbände, die Blasmusikanten, die Volkstänzer und die Pfadfinder – sie alle gehören zu Niederösterreichs über 20.000 größtenteils ehrenamtlichen Vereinen. Sie alle stehen seit Monaten corona-bedingt still. Und sie alle brauchen dringend Perspektiven.

Also lud Niederösterreichs Landeshauptfrau 25 Vereinsobleute, Verbandsvorsitzende und Landespräsidenten vergangene Woche online zum ersten Ehrenamts- und Freiwilligen-Gipfel. Um, so Johanna Mikl-Leitner, „zu hören, wo der Schuh drückt“, und zu besprechen, wie es weitergeht. Denn: Die Situation sei für alle ähnlich, die Probleme aber recht unterschiedlich.

Während man in NÖs Museen und Sammlungen „priviligiert“, weil schon wieder offen sei, so Obfrau Elisabeth Vavra, würden in den Hospizen und bei den Senioren vor allem der Impfplan und die Impfanmeldungen Sorgen bereiten, so NÖs Hospizverbands-Vorsitzende Klaudia Atzmüller und NÖs Seniorenobmann Herbert Nowohradsky.

Aktiv werden gegen „Schwund der Mitglieder“

Im Sport dagegen wolle man, bekräftigte Sport-Landesrat Jochen Danninger, „rasch wieder in die Gänge kommen“. Auch, so Sportunions-Landespräsident Raimund Hager, um dem „Frust der Funktionäre“ und dem „Schwund der Mitglieder“ etwas entgegenzusetzen.

Bei den Blasmusikverbänden und Volkskulturinitiativen – immerhin 250 Volkstanzgruppen, 500 Blaskapellen und 900 Volksmusikensembles gibt es aktuell im Land, die 1.400 Chöre und Vokalensembles nicht mitgerechnet – hofft man auf baldige „Treffen im kleinen Rahmen“. Und fordert dazu die Anerkennung von „Wohnzimmertests“, so Blasmusikverbands-Obmann Peter Höckner und Claudia Nemec von der Volkskultur NÖ einträchtig.

Was es noch braucht? „Zusammenhalt“, ist NÖs Landeshauptfrau überzeugt und stellt klar: „Wir werden weiterhin das Engagement im Freiwilligenbereich unterstützen.“ Dazu hat man unter dem Dach von NÖs Kultur.Region auch das Service Freiwillige eingerichtet, das bei rechtlichen und organisatorischen Fragen weiterhilft (telefonisch unter 0810 00 10 92). Denn: „Wir wollen den Menschen Mut machen!“