„Ein frischer Wind“. Amtseinführung des Papstes / Fast 300.000 Menschen aus der ganzen Welt jubelten am Petersplatz Papst Franziskus zu.

Erstellt am 24. März 2013 (15:37)
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Papst Franziskus traf bei den Inaugurations-Feierlichkeiten auch auf Österreichs Bundespräsident Heinz Fischer und dessen Frau Margit. APA/Bundesheer
Von Martin Gebhart aus Rom

Eine erwartungsvolle Spannung war schon am Vorabend der Amtseinführung von Papst Franziskus auf dem Petersplatz in Rom zu spüren. Trotz des regnerischen Wetters. Tags darauf kamen an die 300.000 Menschen zur feierlichen Messe mit dem neuen Papst. Aus Österreich waren Bundespräsident Heinz Fischer, Kanzler Werner Faymann, Vizekanzler Michael Spindelegger und Kardinal Christoph Schönborn vertreten.

Rund um den Petersplatz waren etliche Groß-Bildschirme verteilt, auf denen die Menschen die Feier verfolgten. Währen der Predigt von Papst Franziskus, brandete immer wieder Applaus auf. Der Heilige Vater sprach davon, dass alle, die Macht in Kirche, Politik und Wirtschaft hätten, wissen müssten, dass die wahre Macht das Dienen sei. Die Gesellschaft müsse sich besonders um die Kinder, die alten Menschen und um jene kümmern, die schwächer sind und „oft in unserem Herzen an den Rand gedrängt werden“.

Der neue Papst bestimmte in diesen Tagen das öffentliche Geschehen in Rom und drängte auch die momentane Regierungskrise in den Hintergrund. Kardinal Schönborn sprach nach der Feier bei einer Pressekonferenz davon, dass Papst Franziskus frischen Wind in die Kirche bringe. Die Bischofsernennungen für Österreich in den Diözesen Graz, Salzburg und Feldkirch wären in Vorbereitung.