Einfacher etwas beitragen. Vier Ministerien wollen im Rahmen eines Projektes die Vereinsarbeit erleichtern und damit die Zivilgesellschaft stärken.

Von Eva Hinterer. Erstellt am 07. Juni 2017 (01:05)
Peter Weidinger aus Villach wurde zum Vereinsbotschafter ernannt.
BMI

Rund 20.000 Vereine gibt es laut „Service Freiwillige“ in NÖ. Rund 600.000 Ehrenamtliche erfüllen dort wichtige gesamtgesellschaftliche Aufgaben.

Um ihnen – und Vereinsmitgliedern in ganz Österreich – das zu erleichtern, veranstaltete das Innenministerium vergangene Woche eine Enquete. Ziel des Projektes ist, das Wissen um Vereinsorganisation, um rechtliche Fragen und bessere Vernetzung zu stärken. Dafür wurde eine eigene Website eingerichtet (siehe Link). Auch ein ehrenamtlicher Vereinsbotschafter, der Villacher Peter Weidinger, wurde ernannt. „Wir gehen jetzt in einem Kärntner Pilotprojekt proaktiv auf Vereine zu und wollen das dann auf Österreich ausrollen“, sagt Weidinger.

Die aktive Partnerschaft zwischen Gemeinden, Ländern und Vereinen soll gefördert werden, um beispielsweise Haftungsfragen oder die Vereinsorganisation zu erleichtern. „Wir wollen Erfolgsmodelle sichtbar machen, uns geht es um den positiven Zugang“, so Weidinger. Bei ausgewählten Veranstaltungen (z.B. Gemeindetage) sollen Best-Practice-Modelle präsentiert werden. „Wichtig ist uns, den humanistischen Wertekanon zu fördern. Wenn das Ehrenamt geschätzt wird, dann kann man junge Menschen dafür begeistern und die Attraktivität von Gegenkulturen verhindern.“

www.vereinsfragen.at