Kindergärten: „Alle werden betreut“. Jede Familie kann das Angebot in Niederösterreich nutzen, betont Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister.

Von Lisa Röhrer. Erstellt am 29. April 2020 (05:23)
Christiane Teschl-Hofmeister: „Kindergärten gehen schrittweise wieder zum regulären Betrieb über.“
Josef Herfert

Nur fünf Prozent aller für das Semester angemeldeten Kinder spielten und lernten in der Vorwoche in den Landeskindergärten. Von den übrigen wurden einige in privaten Einrichtungen betreut. Um die meisten kümmerten sich aber die Familien selbst.

Das ist für einige eine Herausforderung. Prinzipiell haben die Kindergärten auch offen. Es war vielen Eltern aber nicht ganz klar, ob sie ihre Kinder auch dorthin bringen können. Die Arbeiterkammer berichtet von Verunsicherung. „Den Eltern wird auch oft ein schlechtes Gewissen gemacht, wenn sie ihr Kind in den Kindergarten bringen wollen“, sagt Regina Gottwald-Knoll von der Abteilung für Frauenpolitik der AKNÖ. Eine Landesverordnung, die am Sonntag nach zwei Wochen wieder ausgelaufen ist, warf zusätzliche Frage auf. Darin hieß es, dass das Betreuungsangebot nur für bestimmte Personen, wie Eltern in systemrelevanten Berufen oder Alleinerziehende, verfügbar ist.

Während Minister Heinz Faßmann (ÖVP) jedoch für die Schulen einen fixen Plan präsentierte, gab es für Kindergärten wenig Konkretes. Er ersuchte die Betreiber, Betreuung für alle Kinder anzubieten. In NÖ ist das der Fall, stellt Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (ÖVP) klar. „Sowohl die Landeskindergärten als auch private Einrichtungen sind und waren geöffnet. Alle Eltern können ihre Kinder in Betreuung geben – auch kurzfristig.“

Ab 18. Mai soll dann überhaupt wieder mehr Betrieb in den Einrichtungen herrschen. Alle im verpflichtenden Kindergartenjahr und mit erhöhtem Förderbedarf seien besonders eingeladen, in den Kindergarten zu kommen. Verpflichtet werde allerdings weiterhin niemand.

Damit das Ansteckungsrisiko so gering wie möglich bleibt, empfiehlt Teschl-Hofmeister die Bildung von Kleingruppen oder den Verzicht auf Begrüßungsrituale mit Körperkontakt.