Bad Erlach

Erstellt am 28. Dezember 2016, 02:36

von Martin Gebhart

Kinderreha geht an Bad Erlach. NÖ hat sich bei Standort für Kinderrehabilitation gegenüber Wien nun durchgesetzt.

Präsentierten das Projekt „Kinderreha in Bad Erlach“: VP-Bürgermeister Hans Rädler, VP-Landeshauptmannstellvertreterin Johanna Mikl-Leitner und hospitals-Geschäftsführer Berndt Martetschläger.  |  Nlk/Burchhart

Als „wunderbares Weihnachtsgeschenk“ bezeichneten VP-Landeshauptmannstellvertreterin Johanna Mikl-Leitner und Bad Erlachs VP-Bürgermeister Hans Rädler, dass wenige Tage vor dem 24. Dezember vom Hauptverband der Sozialversicherungsträger mitgeteilt wurde, dass NÖ für das Kinderrehabilitationszentrum der Ostregion den Zuschlag erhalten hat. Damit hat sich das Projekt von Bad Erlach gegenüber Wien durchgesetzt. Mikl-Leitner: „Bad Erlach ist der richtige Ort dafür.“

Dabei hatten Bürgermeister Rädler und die „hospitals GmbH“, von der das eingereichte Projekt stammt, kaum mehr an die Realisierung geglaubt. Vor allem, weil sich das Ganze für die Versorgungszone Ost – Wien, NÖ und der Großteil des Burgenlands – ungemein in die Länge gezogen hatte. Und Wien nicht locker lassen wollte. Bis hin zu dem Vorschlag, einen Teil der Betten in Wien und nur einen weiteren kleine Teil in Bad Erlach zu errichten.

Jetzt kommt alles in die Südregion. Mikl-Leitner: „Kinder sind keine kleinen Erwachsenen, vor allem wenn sie krank sind.“ Deswegen benötige es diese Kinderreha. Sie sei froh, dass nach Jahren der Diskussionen nun endlich gestartet werden kann.

"Bad Erlach stellt ideale Symbiose dar"

Möglich wurde das letztendlich nur, weil die Bundesländer einen Teil der Kosten dieser Zentren mittragen. In Österreich insgesamt 8,5 Millionen Euro jährlich, in NÖ werden es rund 1,6 Millionen Euro sein. Das Mitwirken der Bundesländer war übrigens in jener Zeit entschieden worden, als Landeshauptmann Pröll für NÖ den Landeshauptleutevorsitz führte.

Von den insgesamt 343 Betten für die Rehabilitation werden somit künftig 114 in Bad Erlach sein. Das Reha-Zentrum wird in der Nähe der Therme Linsberg errichtet. Auch, um den begleitenden Eltern eine Möglichkeit zum Abschalten zu bieten, während ihre Kinder therapiert werden. Bezüglich der Ärzte wird mit dem Landesklinikum in Wiener Neustadt zusammengearbeitet werden. Auch mit dem Krebsbehandlungszentrum MedAustron ist eine Kooperation geplant.

Berndt Martetschläger, Geschäftsführer der „hospitals GesmbH“: „Bad Erlach stellt für uns eine ideale Symbiose aus hoher Freizeitattraktivität für die jugendlichen Patienten und deren Begleitpersonen und der Nähe zu einem Schwerpunktspital dar.“

Bürgermeister Hans Rädler ist froh, dass er die im Rehabilitationsbereich erfahrene „hospitals GmbH“ für das Projekt gewinnen konnte: „Es ist ein Partner, der sehr viel Erfahrung in diesem Bereich hat.“ Das notwendige Grundstück im Ausmaß von rund 12.000 Quadratmetern hat sich die Gemeinde bereits gesichert.

Geplant ist auch, dass die Kinder und Jugendlichen während ihrer Therapiezeit in Bad Erlach unterrichtet werden. Da will man mit der Lehrerschaft der Region zusammenarbeiten.