36 Mio. Euro mehr für Pflegeheime, Palliativ & Hospiz. Das Land NÖ erhöht die Finanzierung für Pflegeheime und Hilfe für Menschen mit Behinderung. 18 Millionen fließen außerdem zusätzlich in die Palliativ- und Hospizbetreuung.

Von Carina Rambauske. Erstellt am 27. November 2018 (15:22)
Das Land NÖ hat mehr Geld für die Pflegeeinrichtungen und für Menschen mit Behinderungen beschlossen. Im Bild: Sozial-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister.
Holzinger

Mit dem heutigen Beschluss der NÖ Landesregierung wird die Finanzierung aller Pflegeeinrichtungen und des Bereichs der Hilfe für Menschen mit Behinderungen ab 1. Jänner 2019 um 2,96 Prozent erhöht. Die Mehrkosten für das Land Niederösterreich belaufen sich im Pflegebereich auf über zwölf Millionen Euro, im Bereich der Hilfe für Menschen mit Behinderungen auf über sechs Millionen Euro.

„Grundlage für die Erhöhung der Tarife sind im Personalkostenbereich grundsätzlich die Gehaltserhöhungen im öffentlichen Dienst sowie für die Sachkostensteigerung der durchschnittliche Verbraucherpreisindex (VPI) für die letzten zwölf Monate“, erklärt Sozial-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister: „Mit der nun festgelegten Tariferhöhung können die im Jahr 2019 zu erwartenden Steigerungen im Personal- und Sachaufwand abgedeckt werden.“

Die Betreuung und Begleitung von Menschen mit Behinderungen in Niederösterreich sei somit nachhaltig gesichert. Besonders kleine und mittelgroße Träger seien wesentlich auf die kostendeckenden Sätze angewiesen.

Hospiz- und Palliativbetreuung wird erweitert

Mehr Geld fließt auch in die Palliativ- und Hospizbetreuung, nämlich jährlich 18 Millionen. Dazu hat die NÖ Landesregierung in ihrer heutigen Sitzung die Zustimmung gegeben.

Im Pflegefondgesetz ist verankert, dass für die Erweiterung der Angebote der Hospiz- und Palliativbetreuung für die neue Finanzausgleichsperiode jährlich zusätzlich 18 Millionen Euro österreichweit vorgesehen sind. „Für die Auszahlung der Mittel ist eine Bestätigung der Akzeptanz dieser Vereinbarung durch das Land erforderlich. Diese haben wir mit unserem Beschluss bestätigt“, erklären Landesrätin Teschl-Hofmeister und Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig.

Verwenden wird man den Zweckzuschuss zur Erweiterung der Hospiz- und Palliativbetreuung sowie zur „Schaffung fundierter Datengrundlagen als Basis für nachhaltige Planung und Weiterentwicklung der Angebote.“

Finanziert wird der Zuschuss durch Bund, Länder und Sozialversicherungen, da man sich in der gemeinsam getroffenen 15-a Vereinbarung dazu bekennt, dass der Ausbau einer österreichweit gleichwertigen, flächendeckenden abgestuften Versorgung im Palliativ- und Hospizbereich in Abstimmung zu erfolgen hat. „Finanziert wird mittels Drittellösung. Ein Drittel der Bund, ein Drittel die Länder und ein Drittel die Sozialversicherungen. So können jährlich 18 Mio. Euro mehr österreichweit zur Verfügung gestellt werden“, erklären Teschl-Hofmeister und Königsberger-Ludwig.

Insgesamt stehen in Niederösterreich im Bereich der NÖ Pflege- und Betreuungszentren 139 Hospiz- und Intensivpflegeplätze zur Verfügung.