Erleichterungen bei Berufsanerkennung geplant. Neben einer Erleichterung bei der Anerkennung akademischer Titel für Drittstaatsangehörige plant Integrationsstaatssekretär Kurz auch Vereinfachungen für andere Berufsausbildungen.

Erstellt am 07. Juni 2011 (05:51)

Neben einer Erleichterung bei der Anerkennung akademischer Titel für Drittstaatsangehörige plant Integrationsstaatssekretär Kurz auch Vereinfachungen für andere Berufsausbildungen. In den nächsten Wochen finden dazu Gespräche mit den zuständigen Ministern etwa zur Anerkennung von Gesundheitsberufen oder Fachkräften statt, hieß es aus Kurz' Büro.

Laut den aktuellsten Zahlen aus dem Jahr 2008 lassen beispielsweise vier von fünf Zuwanderern ihren Lehrabschluss gar nicht anerkennen, das Potenzial bleibe ungenutzt. Notwendig seien "raschere und effizientere" Verfahren, außerdem müsse man über die vielen unterschiedlichen Zuständigkeiten reden. Diese reichen derzeit u.a. vom Gesundheitsministerium (z.B. Diplomierter Physiotherapeut) über das Wirtschaftsressort (z.B. Fleischermeister) und das Unterrichtsministerium (z.B. AHS-Lehrer) bis hin zu den Ländern (z.B. Kindergärtner). Ziel sei ein Bürokratieabbau.

In den nächsten Wochen werde es Gespräche mit Unterrichtsministerin Schmied zur Anerkennung schulischer Leistungen geben, mit Wirtschaftsminister Mitterlehner und Wirtschaftskammer-Präsident Leitl hinsichtlich der Anerkennung von Fachkräften sowie mit Gesundheitsminister Stöger bezüglich der Anerkennung von Gesundheitsberufen. Anvisiert ist eine Umsetzung noch in diesem Jahr.