Stadler sieht sich bestätigt. Jetzt ist es gewiss: Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft für Wirtschaftsstrafsachen und Korruption gegen St. Pöltens Bürgermeister Matthias Stadler (SPÖ) wurden eingestellt.

Von Daniel Lohninger. Erstellt am 13. Februar 2020 (22:26)
Matthias Stadler
Baldauf

Eine entsprechende vierseitige Einstellungsbenachrichtigung erging Donnerstagabend an Stadlers Verteidiger Lukas Kollmann.

Nach fast dreijährigen Ermittlungen sieht die Staatsanwaltschaft die von ÖVP-Stadtrat Peter Krammer erhobenen Vorwürfe der Untreue in der Swap-Causa als "unbegründet" an. Die Staatsanwaltschaft sieht es als erwiesen an, dass Stadler ebenso wie dem ehemaligen Finanzdirektor Ernst Knoth "weder in subjektiver noch in objektiver Hinsicht ein strafrechtlicher Vorwurf" zu machen sei. 

Stadler zeigt sich in einer ersten Reaktion erfreut darüber, dass das Verfahren endgültig abgeschlossen ist. "Mag. Stadler hat diese Vorwürfe stets zurückgewiesen und immer betont, dass er im Rahmen seiner Handlungen ausnahmslos das Beste für die Stadt im Auge hatte", erklärt Kollmann. Stadler werde weiterhin "mit voller Energie für die Stadt arbeiten, die er liebt".

Konkret geprüft wurde von der WKStA der Vorwurf, ob Stadler und Knoth von 2005 bis 2007 "diverse Zinsswap- und Devisenoptionsgeschäfte in Umgehung der Vorgaben und unter Vorenthalt von wesentlichen Informationen an den Finanzausschuss abgeschlossen haben, wodurch die Stadt St. Pölten in einem fünf Millionen Euro übersteigenden noch exakt festzustellenden Betrag am Vermögen geschädigt wurde".