Erwin Pröll präferiert im Bund weiterhin Zweierkoalition. Ginge es nach dem niederösterreichischen Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP), sollte sich die nächste Bundesregierung wieder aus einer Zweierkoalition zusammensetzen, erwartungsgemäß mit ÖVP-Chef Michael Spindelegger an der Spitze.

Erstellt am 19. Juli 2013 (19:16)
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Er hofft, dass ÖVP und SPÖ am 29. September ein Wahlergebnis einfahren, das "deutlich über 50 Prozent liegt", um nicht von Dritten abhängig zu sein, erklärte Pröll im "Standard" und den "Oberösterreichischen Nachrichten" (Samstag-Ausgaben).

Schon zwischen zwei Regierungspartnern sei es "schwierig genug": "Ich bin ein Verfechter, dass es wieder eine Zweierregierung gibt", plädiert Pröll für "klare Verhältnisse": "Ideal wäre es natürlich, dass die beiden Großparteien eine Zweidrittelmehrheit zustande brächten", der Landeshauptmann räumte aber ein, dass die beiden Parteien derzeit weit davon entfernt seien.

Die Oppositionsparteien haben "kein Interesse" daran, staatspolitisch etwas weiterzubringen, auch die Grünen haben in letzter Zeit "überhaupt keinen konstruktiven Ansatz gezeigt", meinte der niederösterreichische VP-Chef. Die Chance, dass die ÖVP bei der Nationalratswahl Erster wird, schätzt er als realistisch ein.