Pernkopf gegen Agrareinsparung. Die EU-Agrarförderung soll gekürzt werden. NÖ und Baden-Württemberg wehren sich.

Von Markus Strohmayer. Erstellt am 20. Februar 2018 (01:44)
NOEN, NLK/Reinberger
Stephan Pernkopf und Peter Hauke möchten in Brüssel eine politische Allianz bilden.

Die Kooperation zwischen den beiden Bundesländern aus Österreich und Deutschland bietet sich an. Beide weisen ähnliche landwirtschaftliche Strukturen mit zahlreichen Höfen im Familienbesitz auf. Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf (ÖVP) ist strikt dagegen, dass auf Kosten dieser Klein- und Mittelbetriebe gespart wird.

„Die EU-Kommission muss die hohen Lohn- und Qualitätsstandards in Regionen wie Niederösterreich oder Baden-Württemberg in ihrer Förderpolitik berücksichtigen“, so Pernkopf.

Sein deutscher Kollege, Peter Hauk (CDU), Minister für Ländlichen Raum aus Baden-Württemberg, kritisiert zudem niedrigere Qualitätsanforderungen in Osteuropa. Bessere Produkte und damit verbundene Kosten lassen sich laut Hauk nicht durch höhere Preise ausgleichen. „EU-Zahlungen sind für viele Betriebe eine Überlebens- und allgemein eine Wettbewerbsfrage“, so der Minister.