"Natur im Garten" als Chance für europäische Klimaziele. Das Land Niederösterreich will die seit 1999 bestehende Initiative „Natur im Garten“ in den „Green-Deal“ einbringen. Die Bevölkerung stimmt dem laut einer Umfrage im Rahmen des EU-Radars zu.

Von Victoria Schmidt. Erstellt am 07. September 2020 (19:31)
Peter Filzmaier vom Institut für Strategieanalysen, Landesrat Martin Eichtinger und Gerda Füricht-Fiegl (FH Burgenland/netPOL) bei der Präsentation der EU-Radar-Ergebnisse.
NLK Burchhart

1999 aus einem EU Life Projekt entstanden, hat sich die Umweltbewegung „Natur im Garten“ (NiG) mit einem breiten Themenspektrum dem Umwelt- und Klimaschutz verschrieben.

Ging es vor 21 Jahren darum, Menschen zu einer ökologischen Gartengestaltung und -pflege zu motivieren, führte NiG der Weg seither in die Schulen, in die Gemeinden, in die Wirtschaft,  in den Tourismus, in den Wohnbau, zum Bundesheer, in die Krankenanstalten und sogar in den universitären Bereich mit der Kooperation mit der Donau Uni Krems.

Bis dato setzte „Natur im Garten“ Projekte mit 13 Nationen um, die mit Mitteln der Europäischen Union gefördert wurden. Jetzt soll "Natur im Garten" die Klimaziele der EU vorantreiben. 

"Ökologiewunsch nach Europa tragen"

Nach den Erhebungen im Oktober des Vorjahres wurden die Niederösterreicher Anfang März vom Institut für Strategieanalysen gemeinsam mit der FH Burgenland erneut zur Europäischen Union befragt. Rund die Hälfte aller Befragten gab an, zufrieden mit der EU-Mitgliedschaft zu sein. Ein Themenbereich widmete sich dabei eben auch der Initiative „Natur im Garten“.

„Über 42 Millionen Menschen können sich in Regionen in sieben Nationen Europas um die ,Natur im Garten‘ Plakette bewerben. Somit ist unser Igel Europäer geworden und wir arbeiten weiter intensiv an Kooperationen, dass sich sein Lebensraum weiter ausdehnt“, so Landesrat Martin Eichtinger (ÖVP). 

NiG soll daher auch auf europäischer Ebene seinen Auftrag als Umwelt- und Klimaschutzbewegung erfüllen. Die Europäische Kommission möchte ja bis 2050 eine klimaneutrale Wirtschaft. Grundlage ist eine Einigung der Staats-und Regierungschefs. NiG könnte dabei eine Rolle spielen. Eichtinger will die Initiative nämlich im Prozess zur „Konferenz zur Zukunft Europas“ einbringen, um „den Ökologisierungswunsch der Menschen aus Niederösterreich nach Europa zu tragen.“ 

Dafür erhielt der Landesrat laut Peter Filzmaier (Institut für Strategieanalysen)  im EU-Radar die Zustimmung der etwa 1.200 befragten Niederösterreicher. 86 Prozent gaben an, dass sich NÖ für die Ökologisierung der Gärten und Grünräume verstärkt einsetzen soll.