Europa-Forum Wachau startete mit Debatten über Sicherheit

Erstellt am 23. Juni 2022 | 13:41
Lesezeit: 3 Min
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Als erste Gäste durfte Europa-Landesrat Martin Eichtinger den slowakischen Innenminister Roman Mikulec und Innenminister Gerhard Karner in Krems begrüßen.
Foto: Josef Bollwein | www.flashface.com
Um klassische Grenzsicherung, aber auch gesundheitliche, digitale und wirtschaftliche Sicherheit dreht sich der erste Tag des Events, das nationale und internationale Gäste nach Krems lockt. Noch bis Samstag wird dort besprochen, wie man die europäische Vision absichern kann - und welche Lehren man aus dem Ukraine-Krieg und der Pandemie ziehen muss.
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Vor der Eröffnung: Landesrat Martin Eichtinger, Innenminister Gerhard Karner, sein slowakischer Amtskollege Roman Mikulec, Rektor der Universität für Weiterbildung Krems Friedrich Faulhammer mit zwei Erasmus-Teilnehmerinnen aus Portugal.
Foto: Josef Bollwein | www.flashface.com

Unter dem Motto „Safeguarding Europe’s Future“, also die Zukunft Europas absichern, steht das diesjährige Europa-Forum Wachau, das heute Früh am Campus Krems eröffnet wurde. „Seit 26 Jahren beweisen wir, dass auch von einem kleinen Land zukunftsweisende Europa-Politik ausgehen kann“, sagte Europa-Landesrat Martin Eichtinger (ÖVP) zur Begrüßung. Um gemeinsam zu diskutieren und Lösungsansätze zu erarbeiten, reisen bis Samstag noch zahlreiche internationale, aber auch nationale Gäste wie Kanzler Karl Nehammer nach Niederösterreich.

Krieg und Pandemie haben Europa verändert

Die Debatten drehen sich in diesem Jahr vor allem um die Frage, wie sich die EU vorbereiten muss, um die europäische Vision weitertragen und sicherstellen zu können. Die Bedingungen dafür haben sich in den vergangenen Jahren schließlich verändert: Der slowakische Innenminister Roman Mikulec, der zur Eröffnung nach Krems kam, betonte in seiner Rede, dass er vor drei Jahren nicht ahnen konnte, mit welchen Herausforderungen er in seiner Funktion konfrontiert sein werde. Und damit ist er nicht alleine: Dass in Europa wieder Krieg herrscht und eine Pandemie das Leben eines jeden Einzelnen verändert, hätten 2019 wohl noch die wenigsten gedacht.

Sein österreichischer Amtskollege Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) betonte, dass Sicherheit, die am ersten Tag im Fokus steht, viele verschiedene Aspekte habe. Es gehe um die Agenden seines Ressorts, die innere Sicherheit, aber auch um Gesundheit und wirtschaftliche Sicherheit.

Innenminister Karner pocht auf strenge Kontrolle der EU-Außengrenzen

Karner meinte, dass die EU zu Beginn des Ukraine-Krieges Schlagkraft gezeigt und sofort gehandelt habe. Im Bereich der inneren Sicherheit ging er vor allem auf die Bewältigung der Ukraine-Hilfe und die „steigende Zahl illegaler Migration“ ein. „Wir müssen unser Asylsystem klar- und festhalten“, meinte er und betonte, wie wichtig die Kontrolle der EU-Außengrenzen sei. 

Im Anschluss an Statements von Wirtschaftskammer-Präsident Harald Mahrer oder Alfred Zens, Vorstandsdirektor der Landesgesundheitsagentur, sowie einer Videobotschaft des europäischen Direktors der Weltgesundheitsagentur Hans Henri P. Kluge starteten die Diskussionen zum Thema Gesundheit. Am heutigen Donnerstag steht zudem noch das Thema Nachhaltigkeit auf dem Programm, danach folgen die Themen Wirtschaft, Identität und Kultur. 

Am Freitag liegt der Schwerpunkt dann auf der Ukraine. Diskutiert werden soll etwa über den Kandidaten-Status der Ukraine und Moldawiens in der EU. Außerdem ist es Eichtinger ein Anliegen, auch die Rolle des Westbalkans zu besprechen.