Verstorben: Gedenken an Mock. Im Alter von 82 Jahren verstarb der Euratsfelder Ex-Außenminister und Vater des EU-Beitritts Alois Mock.

Von Martin Gebhart. Erstellt am 07. Juni 2017 (01:47)
Die wohl wichtigsten Momente im politischen Leben von Alois Mock: Am 27. Juni 1989 durchtrennte er Stacheldraht an der Grenze zu Ungarn. 1994 konnte er den EU-Beitritt feiern.
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Die Republik trauert um den ehemaligen Außenminister und Vizekanzler Alois Mock. Der ÖVP-Politiker ist am 1. Juni im Alter von 82 Jahren nach langer schwerer Krankheit verstorben. Ganz besonders trauert man in Niederösterreich, dem Heimatbundesland von Alois Mock. Der gebürtige Euratsfelder war immer mit seiner engeren Heimat ganz stark verbunden. In Niederösterreich lebt er auch im Alois-Mock-Institut weiter. Eine gesellschaftliche Denkwerkstätte, die Gründer und Präsident, Innenminister Wolfgang Sobotka, ganz bewusst nach ihm benannt hatte.

1994 konnte Mock den EU-Beitritt feiern. 
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Alois Mock hat die verschiedensten politischen Ebenen durchgemacht. In den Jahren 1970 und 1971 war er ÖVP-Bürgermeister seiner Heimatgemeinde Euratsfeld, nachdem er zuvor als jüngster Unterrichtsminister der Regierung Klaus angehört hatte. Dann wechselte er komplett auf die Bundesebene. Als Nationalratsabgeordneter, als ÖAAB-Bundesobmann, als ÖVP-Bundesparteiobmann (1979 bis 1989). In der Bundesregierung bekleidete er die Ämter des Außenministers (1987 bis 1995) und des Vizekanzlers (1987 bis 1989).

Geschichte geschrieben hat er einerseits durch die Durchtrennung des Stacheldrahtzauns zu Ungarn und durch sein grenzenloses Engagement für den Beitritt Österreichs zur Europäischen Union.