FPÖ-Finanzstaatssekretär Hubert Fuchs tourt durch NÖ. Steuerreform: Im Rahmen seiner „Fairness-Tour“ ist FPÖ-Finanzstaatssekretär Hubert Fuchs nach Vorarlberg und Tirol jetzt in NÖ unterwegs.

Von Eva Hinterer. Erstellt am 01. Februar 2019 (11:34)
Präsentieren den Start der „Fairness-Tour“ durch Niederösterreich: FPÖ-Finanz-Staatssekretär Hubert Fuchs, FPÖ-Landesparteiobmann Udo Landbauer und FJ-Obmann Alexander Murlasits.
FPÖ NÖ

Man werde Unternehmen besuchen, aber auch Einrichtungen wie das Zollamt Krems oder das Finanzamt Tulln, skizziert Hubert Fuchs die kommenden Wochen. In allen vier Vierteln des Bundeslandes soll die Steuerreform vorgestellt werden. 800.000 Lohnsteuerpflichtige Personen, vom Angestellten bis zum Lehrling, sollen allein in NÖ die Steuerentlastungen spüren, sagt Fuchs.

"Die Eckpfeiler der Reform sind eingeschlagen, Details sind aber noch verhandelbar, daher gehen wir in die Länder und diskutieren mit den Leuten", sagt der Finanz-Staatssekretär.

„Familienbonus bringt 1.500 Euro jährlich“

Auch den Familienbonus habe die FPÖ maßgeblich mitverhandelt. Ab einem Monatsverdienst von 1.750 Euro brutto greift der Familienbonus, die Lohnsteuer wird rückerstattet. Was laut Fuchs ein Plus im Börsel von jährlich bis zu 1.500 Euro bringtDavon profitieren auch geringfügig Beschäftigte sowie Alleinerzieher. Insgesamt 172.000 Familien und 283.000 Kinder in NÖ.

700 Millionen Euro bei SV-Beiträgen

Überdies ist eine Entlastung von den Sozialversicherungsbeiträgen mit einem Gesamtvolumen von 700 Millionen Euro ist geplant, sagt Fuchs. Und bringt ein Beispiel: „Wer 1.500 Euro brutto verdient, zahlt 52 Euro Lohnsteuer aber das 4,4-fache an Sozialversicherungsbeiträgen“ - hier müsse man entlasten.

Unternehmen bis 35.000 Euro Jahresumsatz müssen künftig keine Umsatzsteuer mehr in Rechnung stellen, "sie müssen nur ihren Umsatz ans Finanzamt melden." Das entlaste auch die Finanzämter. Und dem Staat gehe nichts verloren, denn diese Starthilfe helfe den kleinen Unternehmen beim Wachsen, "wenn der Umsatz dann steigt, zahlen sie ohnehin normal Steuern", argumentiert Fuchs.

Entlastungsvolumen von einer Milliarde

Alles zusammengenommen liege das steuerliche Entlastungsvolumen bis 2020 bei einer Milliarde Euro.

Weitere geplante Maßnahmen sind eine Reform der Einkommenssteuer bei den unteren Tarifstufen, die 2021 kommen soll. Ab 2022 möchte man eine steuerliche Attraktivierung des Wirtschaftsstandortes mit Schwerpunkt auf KMU (Klein- und Mittlere Unternehmen) umsetzen. Und 2022/23 steht die Abschaffung der kalten Progression am Plan.