Schwarze Gewerkschafterinnen für mehr Familiengeld. Niederösterreichs Landeshauptfrau Mikl-Leitner war Gast beim FCG-Frauenkongress. Dort wurde Monika Gabriel als Chefin der Christgewerkschafterinnen wiedergewählt.

Erstellt am 09. April 2018 (15:49)
Mikl-Leitner.
APA

Johanna Mikl-Leitner war der Gaststar. Die niederösterreichische Landeshauptfrau ist derzeit die einzige Landeschefin in Österreich. Schon deswegen war die ÖVP-Politikerin aus Niederösterreich die Vorzeige-Frau beim Kongress der Christgewerkschafterinnen (FCG) in Wien.

40 Forderungen werden von den schwarzen Gewerkschafterinnen an ÖGB und Bundesregierung gerichtet. Ganz voran steht der Wunsch nach einer Wertanpassung aller Familienleistungen. Vor allem die Familienbeihilfe ist in der Vergangenheit nur selten erhöht worden, was zu einem Kaufkraftverlust der Familien geführt hat.

Höhere Pension für Mütter verlangt

Einmal mehr drängen die FCG-Frauen mit ihrer wiedergewählten Vorsitzenden, der Beamtengewerkschafterin Monika Gabriel, auf eine Anrechnung von vier Jahren Kindererziehung für alle Kinder auf die Pension. Das soll zumindest für Mütter einen Teil der Pensionsverluste durch den verlängerten Berechnungszeitraum der Pension ausgleichen und damit Altersarmut verhindern. Umgesetzt hat die ÖVP diese Forderung in 30 Jahren in der Bundesregierung weder mit der SPÖ noch mit der FPÖ als Koalitionspartner.

Der FCG-Kongress war die Fraktionstagung im Vorfeld des ÖGB-Frauenkongresses. Bei diesem wird Korinna Schumann aus Wien zur neuen ÖGB-Frauenchefin gewählt. Sie folgt Renate Anderl, die Ende April neue Präsidentin der Bundesarbeiterkammer wird.