Asyl: Babler greift Hundstorfer an. Bürgermeister will Arbeitserlaubnis für Asylwerber. Die Landespartei ist darüber unglücklich.

Von Martin Gebhart. Erstellt am 08. September 2014 (09:50)
SPÖ-Bürgermeister Andreas Babler: Scharfe Kritik an SPÖ-Sozialminister Rudolf Hundstorfer.
NOEN, NÖN
Der neue Traiskirchner SPÖ-Bürgermeister Andreas Babler ist dafür bekannt, dass er bei seiner Kritik auch vor der eigenen Partei nicht Halt macht. Jetzt hat er wegen der Lage der Asylwerber – speziell im Lager Traiskirchen – SPÖ-Sozialminister Rudolf Hundstorfer in einem Falter-Interview scharf attackiert. Er nennt ihn „politisch feige“, weil er Flüchtlingen die Arbeitserlaubnis verweigere.

Babler wörtlich: „Ich halte seine Position für inhaltlich falsch und für politisch feige. Sozialminister Hundstorfer beteiligt sich damit am Spiel des gegenseitigen Angstschürens zwischen Arbeitslosen und Asylwerbern.“ Die SPÖ müsse eine Gegenposition zu „rechten Hetzern“ einnehmen und für die Arbeitserlaubnis eintreten.

In der SPÖ-Landespartei ist man darüber nicht glücklich. Landesgeschäftsführer Robert Laimer: „Das ist nicht über Zeitungsinterviews zu lösen, sondern über Etappen der Asylpolitik.“ Auch wenn er ihn verstehe, die Arbeitsmarktsituation lasse derzeit einen Zugang der Asylwerber zum Arbeitsmarkt nicht zu. Laimer: „Wir sind nicht in einer Hochkonjunktur.“