Sobotka gegen „5-Euro-Jobs“ für Flüchtlinge. Landesreferenten fordern Hilfstätigkeiten für Asylwerber.

Erstellt am 04. Oktober 2016 (06:45)
NOEN, Marschik
Wolfgang Sobotka

In Graz hatten sich die Landesreferenten, die für den Flüchtlingsbereich zuständig sind, getroffen. Gemeinsam wurde dort gefordert, dass Flüchtlinge bei Hilfstätigkeiten für Gemeinden und gemeinnützige Trägerorganisationen eingesetzt werden können. Niederösterreichs Vertreter Maurice Androsch (SPÖ): „Die klare Absage an 1-Euro-Jobs war ein wichtiges Zeichen, dass die Landesflüchtlingsreferenten-Konferenz gesetzt hat.“ Die Leistung solle nun mit fünf Euro abgegolten werden und auf maximal zehn Stunden pro Woche begrenzt sein.

Gegen diese 5-Euro-Jobs hat sich ÖVP-Innenminister Wolfgang Sobotka ausgesprochen, wobei er in Graz die Prüfung des Vorschlags grundsätzlich zugesagt hatte. Für ihn seien fünf Euro in der Stunde, somit 200 Euro im Monat, zu viel. Vor allem im Vergleich dazu, was Flüchtlinge in ihrem Heimatland verdienen können. Einig sind sich beide Seiten, dass das rasche Erlernen der deutschen Sprache der entscheidende Faktor sei.