Erstellt am 16. Januar 2018, 12:38

Landbauer: Notfalls Containerdörfer für Asylwerber. Niederösterreichs FPÖ-Spitzenkandidat Landbauer drängt auf staatliche statt privater Quartiere.

Der Spitzenkandidat der FPÖ Niederösterreich Udo Landbauer  |  APA/Helmut Fohringer

Die Debatte um die Unterbringung von Flüchtlingen flammt neu auf.  Während Burgenlands Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) mit „großen Protesten“ gegen Massenquartiere für Asylwerber droht, schließt der niederösterreichische FPÖ-Spitzenkandidat bei der Landtagswahl am 28. Jänner,  Udo Landbauer, eine solche Unterbringung nicht völlig aus. „Es kann durchaus auch einmal ein Massenquartier sein“, sagt Landbauer im Interview mit der „Presse“, es gebe aber auch kleinere staatliche Gebäude.

Hintergrund der neu entbrannten Diskussion ist, dass die ÖVP-FPÖ-Bundesregierung die Unterbringung in staatlichen Einrichtungen anstrebt, damit private Quartiergeber und Vereine daraus kein Geschäft machen. 

Leerstehende Gebäude

 Für den FPÖ-Listenersten bei der Niederösterreich-Wahl sind zwar Kasernen als Massenquartiere nicht sinnvoll. Die Unterkünfte für Asylwerber sollten nicht am Stadtrand, „aber weiter von bewohnten Gebieten entfernt“ sein. Landbauer weiter: „Dann muss man auch darüber reden, Containerdörfer zu errichten.“ Dies sei aber nicht die einzige Lösung: „Es gibt auch Gebäude, die leer stehen, weil sie der Kategorie für vemietbare Wohnungen nicht mehr entsprechen.“

Unter 10.000 Flüchtlinge

Die Zahl der in Niederösterreich untergebrachten Asylwerber war in den vergangenen Monaten rückläufig, im September war sie unter 10.000 gesunken. Davor waren die Höchstwerte als Folge des Flüchtlingsansturms im Mai 2016 bei rund 15.000 gelegen. Auch die Zahl der Flüchtlingsquartiere geht zurück. Rund zwei Drittel der Asylwerber sind in organisierten Einrichtungen untergebracht, rund ein Drittel privat.