Deutsch-Offensive an Schulen. Deutschklassen für 2.075 Schüler an 80 Standorten sollen helfen, vorhandene Defizite in Kleingruppen zu beheben.

Von Daniel Lohninger. Erstellt am 20. Februar 2018 (02:59)
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Symbolbild

Mit dem neuen Semester wurden an 80 Schul-Standorten eigene Deutsch-Klassen eingerichtet. Das Land stellte dafür 60 Pädagoginnen und Pädagogen ein, die Schulen mit mehr als 15 Prozent der Schüler mit mangelhaften Deutschkenntnissen unterstützen – 80 Prozent davon sind Volksschulen.

2.075 Schüler werden dadurch gezielt gefördert, die Hälfte davon im Industrieviertel, wo die Defizite am größten sind. „Diese Initiative ist eine Win-win-Situation für alle Kinder und die Lehrenden“, erklärt Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. Durch die gezielte Förderung in kleinen Gruppen würden nicht nur die Deutschkenntnisse der schwächeren Kinder verbessert, sondern auch die Zukunftschancen aller anderen: „Das hilft auch ihnen, weil ihr Unterricht nicht mehr beeinträchtigt wird.“ Drei Millionen Euro zahlt das Land dafür.

Ingrid Rehak von der Franz-Jonas-Volksschule in St. Pölten ist eine der Direktorinnen, die von der Neuerung profitieren: „Bei einer Gruppenstärke von sieben bis neun Kindern ist es möglich, auf den jeweiligen Sprachstand einzugehen und den Sprachdefiziten entgegenzuwirken.“ Unterrichten wird hier Natalie Aeychouh, die eine volle Lehrverpflichtung erhält. Bisher war die gebürtige St. Pöltnerin mit Volksschullehrer-Ausbildung als Nachmittagsbetreuerin tätig.