Mehr Fahrrad, weniger Auto. Radverträglichkeitsprüfung soll bei Errichtung oder Sanierung von Landesstraßen verpflichtend sein, fordert die Radlobby.

Von Daniel Lohninger. Erstellt am 01. Mai 2018 (01:00)
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Radlobby-Vorsitzender Karl Zauner will, dass die Landespolitik mehr Radverkehrspolitik macht.

Eine bessere Radverkehrspolitik in Niederösterreich fordert die Radlobby, die vor wenigen Tagen einen umfangreichen Forderungskatalog beschlossen hat.

Die Eckpunkte sind ein eigenes NÖ-Radverkehrsbudget in der Höhe von 15 Millionen Euro pro Jahr, ein für Radverkehr zuständiger Landesrat sowie die Definition von Radverkehrszielen durch die Landespolitik. Zudem fordert die Radlobby eine verpflichtende Radverkehrstauglichkeitsprüfung bei jeder Straßenbau-Maßnahme, fünf regionale Radkompetenzzentren, die Erhebung von Radunfallhäufungspunkten sowie die Landeszuständigkeit für alle Radwege an Landes- und Bundesstraßen.

"Wir werden das Gespräch mit der Radlobby suchen"

„Der Ausbau des übergeordneten Radverkehrsnetzes hakt derzeit sehr oft an Gemeindegrenzen. Hier bedarf es einer übergeordneten Planung, Koordination, Umsetzung und Betreuung“, betont Radlobby-NÖ-Vorsitzender Karl Zauner. Sei das Land für dieses übergeordnete Radwegnetz dann zuständig, sei auch die Frage der Betreuung durch die Straßenmeistereien geklärt: „Denn derzeit sind diese 3.400 Mitarbeiter ausschließlich für den Straßenverkehr zuständig.“

Der für Mobilität zuständige Landesrat Ludwig Schleritzko betont, dass das Land NÖ in den vergangenen Jahren mit Initiativen wie dem „Radland NÖ“ bereits wichtige Weichen gestellt habe. „Wir werden das Gespräch mit der Radlobby suchen und ihre Vorschläge besprechen“, kündigt Schleritzko an.