Medizinische Forschung wird ausgebaut. Seit 2003 kann man an der Karl Landsteiner Uni in Krems studieren. Unter anderem Humanmedizin. Forschung - insbesondere an den Universitätskliniken - spielt dabei eine wichtige Rolle.

Von Christine Haiderer. Erstellt am 27. November 2018 (15:47)
Mit Forschungsplänen: Landeskliniken-Holding-Geschäftsführer Markus Klamminger, Karl-Landsteiner-Privatuniversität-Rektor Rudolf Mallinger, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf.
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„Aus- und Weiterbildung, gepaart mit Wissenschaft und Forschung, sind der beste Nährboden für eine positive Entwicklung unseres Landes“, so Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. Im wirtschaftlichen wie auch im medizinischen Bereich.

Dazu sollen die medizinische Ausbildung an der Karl Landsteiner Uni in Krems und die Forschung gestärkt werden. An den Unikliniken etwa soll der Platz für Forschung geschaffen werden. „Für die Erweiterung nehmen wir sechs Millionen Euro in die Hand“, so Mikl-Leitner. 3,8 Millionen Euro gibt es für die Aufstockung des Pathologiegebäudes am Uniklinikum St. Pölten, 1,6 Millionen Euro für den Zubau des Uniklinikums Tulln und 600.000 Euro für die Adaptierung der Räumlichkeiten in Krems. Dazu kommen jährlich 2,5 Millionen Euro für Personalkosten & Co.

Professuren für Daten & Allgemeinmedizin

Darüber hinaus wird es eine Stiftungsprofessur für Biostatistik und Data-Science geben. Damit die Studierenden lernen können, wie man mit Zahlen, Daten, Fakten in der Forschung umgehen kann und ihnen Daten zur Verfügung gestellt werden. Und: Ab Herbst 2019 wird eine Stiftungsprofessur für Familien- und Allgemeinmedizin etabliert. Das kostet 1,8 Millionen Euro für die kommenden fünf Jahre.

„Wir wollen den Stellenwert der Allgemeinmedizin erhöhen“, so LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf, aber auch Studierende ermutigen, nach ihrer Ausbildung im niedergelassenen Bereich tätig zu werden. Um die Versorgung mit Ärzten auch in Zukunft sicher zu stellen, brauche es aber auch mehr Studienplätze bundesweit. Früher gab es allein in Wien 2.000 Plätze für Medizin, mittlerweile sind es rund 1.600 in ganz Österreich. „Das ist einfach zu wenig.“ Aber: „Hier gibt es Gespräche mit der Bundesregierung.“

Mehr Raum für Forschung

Aber zurück nach Krems. Zur Karl Landsteiner Uni. „Das Medizinstudium gehört zu den besten“, so Rektor Rudolf Mallinger. Auch im internationalen Vergleich. Wichtig für die Forschung seien eine gewisse Ausstattung und Freiräume. Unter anderem benötigen jene, die im Krankenhaus arbeiten, auch Zeit zum Forschen.

In den Krankenhäusern übrigens spielt Forschung eine wichtige Rolle. Unterstützt wird das durch einen neuen Bereich „Forschung und Wissenschaft“, verrät NÖ-Landeskliniken-Holding-Geschäftsführer Markus Klamminger. Im November laufen 14 Forschungsprojekte mit der Karl Landsteiner Uni und vielen anderen Unis über die Grenzen hinweg. Darunter beispielsweise in Tulln „Die offene Tür“. Dabei geht es darum, wie Kinder von psychisch erkrankten Eltern darauf reagieren. In Krems wiederum gibt es eine Studie rund um Entzündungszustände bei Tumorpatienten. Und: In St. Pölten beschäftigt man sich mit dem Stoffwechsel bei Tumorzellen und Gehörwiederherstellung. 64 weitere Projekte mit der Karl Landsteiner Uni sind geplant. Es gibt aber auch Forschung ohne diese Verbindung. Wie im Bereich Onkologie und Kardiologie in Wiener Neustadt oder Orthopädie in Zwettl.