FPÖ und Stronach schlossen Wahlkampf ab. Die FPÖ und das Team Stronach zeigten sich bei ihren jeweiligen Wahlkampf-Schlussveranstaltungen in St. Pölten vor der niederösterreichischen Landtagswahl am 3. März entschlossen.

Erstellt am 01. März 2013 (22:01)

FPÖ-Spitzenkandidatin Barbara Rosenkranz gab sich zuversichtlich, die absolute Mehrheit der ÖVP brechen zu können. Frank Stronach zeigte sich vor 1.500 Anhängern überzeugt vom "unaufhaltbaren" Aufstieg seiner Bewegung.

In einem Festzelt im Süden St. Pöltens wurde der Neo-Politiker mit "Frank"-Sprechchören empfangen und zeigte sich "erdig", aber doch auch angriffig. Die "Familie", womit er die Neo-Bewegung meinte, sehe er "unaufhaltbar" wachsen. Der Austro-Kanadier kündigte zwei Tage vor den ersten Wahlen für das Team Stronach an, dass das Parteiprogramm "fast fertig" sei. Es werde einen Wertekatalog und einen Ehrenkodex beinhalten, "den Politiker unterschreiben müssen", so der Austro-Kanadier.

Was die Niederösterreicher angehe, so könnten die am Sonntag "die Wahrheit erfahren", meinte Stronach. Erhalte freilich Erwin Pröll wieder die Mehrheit, werde das erst in fünf Jahren der Fall sein. Er selbst setze sich die Latte hoch, so der Parteigründer ("wir werden sehr stark dastehen in der Bundespolitik"). Außerdem wolle er gegen Freunderlwirtschaft ankämpfen und den Korruptionssumpf trockenlegen.

Die FPÖ hat sich bei ihrer Schlussveranstaltung zuversichtlich gezeigt, die absolute Mehrheit der ÖVP in Niederösterreich zu brechen. "Die Zeichen stehen auf Veränderung, auf ein Ende der absoluten Macht der ÖVP", sagte Spitzenkandidatin Barbara Rosenkranz. Bundesparteiobmann Heinz-Christian Strache bezeichnete es als "notwendig, die arrogante, präpotente Allmacht der ÖVP zu brechen".

FPÖ und Team Stronach kämpfen bei der Wahl am Sonntag mit den Grünen um Platz drei hinter ÖVP und SPÖ. Der FPÖ werden laut letzten Umfragen zwischen acht und elf Prozent prognostiziert, den Grünen sieben bis neun. Das Team Stronach würden demnach zwischen sechs und zehn Prozent wählen.