FPÖ will zweiten Platz. Ein Jahr nach dem Wechsel an der Landesparteispitze folgte die Kampfansage. Man will in NÖ die SPÖ überholen. Dort reagiert man eher gelassen.

Von Anita Kiefer. Erstellt am 16. Juni 2014 (08:47)
NOEN, zVg
Die FPÖ-Führung mit Christian Hafenecker, den Obleuten Walter Rosenkranz und Christian Höbart und Klubobmann Gottfried Waldhäusl

Vor genau einem Jahr wurde bei einem Sonderparteitag in Biedermannsdorf die neue Landesführung der NÖ Freiheitlichen gewählt. Landesparteiobmann Walter Rosenkranz, der bei diesem Sonderparteitag auf Barbara Rosenkranz folgte, zog eine positive Bilanz über das abgelaufene Jahr und will bei den kommenden Wahlen die SPÖ in Niederösterreich als Nummer zwei hinter der ÖVP ablösen.

Mit Ergebnissen an die zwanzig Prozent bei der Nationalratswahl und der Wahl zum Europäischen Parlament habe man in Niederösterreich den „größten Topf“ zu den bundesweiten Ergebnissen beigetragen, so Rosenkranz. „Wir sind am Marsch zur Nummer zwei in Niederösterreich.“

Ziel ist, „deutlich zu wachsen“

Bei den Gemeinderatswahlen im kommenden Jahr wollen die NÖ Freiheitlichen in rund 350 Gemeinden kandidieren. Momentan ist die FPÖ in 315 Gemeinden vertreten. Das Ziel ist, „deutlich zu wachsen“. Die Zahl von aktuell 500 FPÖ-Gemeinderäten soll ausgebaut werden.

Deutlich wachsen wolle man auch bei der nächsten Landtagswahl. Die letzte „ist schiefgegangen“, räumte Rosenkranz ein. Seither habe man sich breiter aufgestellt, erklärte der geschäftsführende Landesparteiobmann Christian Höbart. „Das ist sicherlich ein Vorteil gegenüber früher.“ Außerdem habe man viele Anregungen von anderen Landesorganisationen übernommen, so Rosenkranz.

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"Die Realität schaut anders aus"

Gelassen reagierte SPÖ-Landesgeschäftsführer Robert Laimer auf die Kampfansage der FPÖ: „Das Zwischenhoch bei der EU-Wahl sollte bei der FPÖ nicht für übermäßige Euphorie sorgen, die Realität schaut dann anders aus.“ Wobei er sich angesichts der aktuellen Debatte um eine Steuerreform einen Seitenhieb in Richtung FPÖ nicht verkneifen kann: „Bei unserer Forderung nach einer Millionärssteuer ist die FPÖ sehr ruhig, da hört man nichts von ihnen.“