2.000 demonstrierten in St. Pölten für das Klima

Erstellt am 25. März 2022 | 17:05
Lesezeit: 3 Min
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Der Demozug bewegte sich vom Bahnhof über das Landhaus bis auf den Rathausplatz.
Foto: Maria Prchal
Beim zweiten niederösterreichweiten Streik der Fridays for Future Bewegung zogen Junge wie Alte gemeinsam durch St. Pölten.
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Die warmen Temperaturen in der St. Pöltner Innenstadt brachten die Teilnehmenden des Friday for Future-Klimastreiks nicht nur wortwörtlich zum Schwitzen. "Es ist zu heiß für März, das sind die Folgen des Klimawandels",  kolportiere die Bewegung zum Start der Demo.

Dabei machten die rund 2.000 Demonstrierenden (nach Veranstalterinfo) ihrem Unmut gegen Erderwärmung, Artensterben, Extremwetter und anderen Auswirkungen des Klimawandels Luft. 

Zum zweiten Mal schloss sich die niederösterreichweite Organisation in der Landeshauptstadt den weltweiten Klimastreiks an. Dabei kamen nicht nur Jugendliche, genauso waren viele Eltern und Lehrpersonal mit dabei.

"Krisen hängen zusammen"

Der Ukrainekrieg war auch hier Thema, denn Gas und Öl würden nicht nur autokratische Regime finanzieren, sondern gleichzeitig das Klima zerstören. Das entgegnet die Bewegung kritischen Stimmen die meinen, der Krieg sei momentan relevanter als der Klimaschutz.

"Die Krisen hängen zusammen", erklärt Rebecca Amberger von Fridays for Future St. Pölten. Deswegen forderte die Organisation einmal mehr Taten von der Landespolitik wie ein Bekenntnis zur Klimaneutralität zu beschließen.

“Niederösterreich muss vom Klimaschutz-Nachzügler zum Klimaschutz-Vorreiter werden”, fordert Johanna Frühwald von Fridays For Future St. Pölten: “nur darüber zu reden reicht nicht aus.” 

"NÖ hat besonders große Verantwortung"

Die Bundesländer würden eine zentrale Rolle beim Kampf gegen den Klimawandel spielen. Denn sie verwalten etwa Raumordnung, Baurecht, Straßenprojekte oder öffentlichen Verkehr. „Niederösterreich hat aufgrund seiner Größe eine besonders große Verantwortung“, so Alina Koller von Fridays For Future Wiener Neustadt. 

Die Bewegung wirft dem Land vor, nicht so vorbildlich zu sein, wie es sich gibt: "In keinem anderen Bundesland war der Anstieg des Energieverbrauchs in den letzten 30 Jahren so hoch, wie in Niederösterreich", sagt Fridays for Future Niederösterreich in einer Aussendung.

Unterschiedlicher Umgang der Schulen

Die Schulen konnten selbst entscheiden, ob sie die Klassen während der Schulzeit zur Demonstration gehen lassen. Ein Rundruf ergab, die Direktionen sind unterschiedlich damit umgegangen. Während manche Lehrkräfte gemeinsam mit den Jugendlichen in die St. Pöltner Innenstadt gekommen sind, durften manche erst nach Ende des Unterrichts nachreisen.

Für eine sichere Veranstaltung bat Fridays for Future Niederösterreich darum, Maske zu tragen sowie getestet zu kommen. Müll blieb keiner zurück, wofür auch extrige Ordner sorgten.

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