Ganztagschule: Schwarz gegen Senkung der Hürde. Als "mangelndes Demokratieverständnis" hat Bildungslandesrätin Barbara Schwarz (ÖVP) im Rahmen einer Pressekonferenz am Mittwoch den jüngsten Vorschlag von Bundesministerin Claudia Schmied (SPÖ) bezeichnet.

Erstellt am 28. August 2013 (14:00)
EU-Landesrätin Barbara Schwarz präsentierte die NÖ EU-Schwerpunkte im Dialog mit Bund und Ländern. Foto: Franz Baldauf
NOEN, Franz Baldauf
Sie zeigte sich "entsetzt" darüber, dass Schmied den Abstimmungsmodus ändern möchte, "weil sich kaum Schulen für ihr Modell des verschränkten Unterrichts entscheiden", so Schwarz.

Es gäbe eine Alternative zur Ganztagsschule in verschränkter Form, nämlich eine Form mit "Unterricht am Vormittag und Betreuung in den Schulen samt Lernbegleitung und Freizeitgestaltung am Nachmittag", so wie dies in Niederösterreich im kommenden Schuljahr 2013/2014 an bereits insgesamt 380 Standorten, ein Plus von 40 Standorten im Vergleich zum Vorjahr, möglich ist.

Eltern hätten die Wahlfreiheit, an wie vielen Nachmittagen und für wie viele Stunden sie eine Betreuung für ihre Kinder wünschen.

Nur 17 Prozent für fünftägige Ganztagsschule

Dieses flexible Modell würde von mehr als 50 Prozent der Eltern unterstützt, bezog sich die Landesrätin auf eine mittels Fragebögen durchgeführte Umfrage. Lediglich 17 Prozent sprachen sich für die fünftägige Ganztagsschule aus.

Wenige Tage vor Schulbeginn zeigte sich der Präsident des niederösterreichischen Landesschulrates, Hermann Helm, gerüstet: "Wir konnten alle Schulstandorte in Niederösterreich erhalten. Das ist gelungen, weil das Land für 450 Dienstposten aufkommt."

Die Zahl der Schüler bleibt in diesem Schuljahr stabil. Rund ein Drittel der Volksschüler besucht nach der Volksschule eine allgemeinbildende höhere Schule und zwei Drittel der Schüler besuchen die Neue Mittelschule bzw. die Hauptschule.