NEOS fordern Primärversorgungszentren. Im Kampf um Wähler-Stimmen setzen die Pinken auf das Thema Gesundheit. Bei der wohnortnahen Versorgung orten sie in Niederösterreich Probleme. Notwendig wären aus ihrer Sicht der Ausbau der PVZ sowie die bessere Vernetzung aller Gesundheitsberufe.

Von Lisa Röhrer. Erstellt am 15. Januar 2020 (11:13)
Setzen auf das Thema Gesundheit im Gemeinderatswahlkampf: Indra Collini, Joseph Lentner und Edith Kollermann.
Lisa Röhrer

Auf einer App sehen die Gänserndorfer, laut NEOS-Gemeinderatskandidat Joseph Lentner, welche Ärzte und Dienstleistungen im Gesundheitsbereich gerade verfügbar sind. Bei einem Gesundheitsforum werden die Herausforderungen im Gesundheitswesen diskutiert. Gleichzeitig soll die Prävention ausgebaut werden. 

Für NEOS-Landessprecherin sollte das System der Stadt im Marchfeld auf alle Gemeinden ausgerollt werden. Die pinke Politikerin ortet nämlich "riesengroße Problem in der Gesundheitsversorgung in Niederösterreich". Als Problem sehen es die NEOS, dass viele Kommunen zur Spitalsfinanzierung in den Krankenanstalten-Sozialfonds NÖKAS einzahlen, für den Ausbau der Versorgung vor Ort jedoch die Mittel fehlen. Sie kritisieren außerdem, dass der Bau der Primärversorgungszentren zu wenig schnell voranschreite. 

Der Ausbau von Primärversorgungszentren, von denen es in Niederösterreich bisher vier gibt, ist die wichtigste Forderung der Pinken, um die medizinische Versorgung möglichst wohnortnah sicherstellen zu können. "Studien aus anderen europäischen Ländern belegen, dass das wirksamste und kostengünstigste Gesundheitssystem von einer guten Primärversorgung lebt - also von Hausärzten, Pflegekräften und einem guten Zusammenspiel aller Gesundheitsberufe", ist Collini überzeugt. 

Ein wichtiges Anliegen ist den NEOS auch die bessere Vernetzung aller Gesundheitsberufe. Gelingen könne dies durch Apps oder Gesundheitsforen. Im Bereich der häuslichen Pflege fordern sie außerdem die Einführung der "Community Nurse". Diese sei eine zentrale Anlaufstelle für alle Fragen rund um die Pflege in einer Gemeinde.