Auf Strache-Rücktritt folgen Neuwahlen. Anfang September soll die Neuwahl laut Bundespräsident Alexander Van der Bellen stattfinden.

Von Redaktion noen.at. Update am 19. Mai 2019 (15:50)

Damit ist Zeit genug, das nötige Procedere - vom Auflösungsbeschluss des Nationalrates bis zur Ausschreibung der Wahl - abzuwickeln. Abgeschlossen sein muss das Procedere laut Nationalratswahlordnung am 83. Tag vor der Wahl, denn der 82. Tag vor der Wahl muss schon der Stichtag sein.

Der genaue Wahltermin steht noch nicht fest. Ausscheiden dürfte der 1. September - denn das ist der letzte Ferientag in Wien, Burgenland und Niederösterreich. Und die westlichen Bundesländer haben noch eine Woche länger schulfrei. Der 8. September käme dann allerdings schon in Frage, kann man doch davon ausgehen, dass so gut wie alle dann schon aus den Ferien zurück sind.

Über den genauen Termin beraten die Fraktionen am morgigen Montag. Da kann der Neuwahlantrag dann eingebracht werden.

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) ist Sonntagmittag bei Bundespräsident Alexander Vander Bellen zu einem Gespräch eingetroffen, um zu besprechen, wie es nach dem Rücktritt von FPÖ-Vizekanzler Heinz-Christian Strache und der Neuwahl-Ankündigung weitergehen soll. Van der Bellen hat am Sonntag für Wahlen im September - "wenn möglich zu Beginn" des Monats - plädiert. Das sagte er nach seinem Gespräch mit Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) in der Hofburg. Dieser betonte in einem Statement, dass er "in aller Ruhe die Arbeit bis zur Wahl fortsetzten" möchte und auf "europäischer Ebene handlungsfähig" bleiben zu wollen.

Bundeskanzler Sebastian Kurz erklärte am Samstagabend gegen 19.45 Uhr, dass er nach dem Skandal um das "Ibiza-Video" der Samstagmittag zurückgetretenen Heinz-Christian Strache und Johann Gudenus nun in Neuwahlen gehen werde.

Auch Bundespräsident Alexander Van der Bellen meldete sich um 20.30 Uhr zu Wort: