Generationenfonds brachte Verluste. Die vom Land angelegten Wohnbaugelder verloren im vergangenen Geschäftsjahr 32,5 Millionen Euro. Finanzlandesrat spricht von "schmerzlichem Ergebnis". Ein vorsichtiges Portfolio habe aber Schlimmeres verhindert.

Von Lisa Röhrer. Erstellt am 14. Januar 2021 (10:41)
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Ludwig Schleritzko
Monihart

Nicht nur im Gesundheitswesen, auch in der Finanz-Welt sind die Zeiten turbulent. Das hat auch Auswirkungen auf die Veranlagung der NÖ-Wohnbaudarlehen in Niederösterreich. Das Land steigt dabei zum erst vierten Mal nach 2002, 2008 und 2018 mit einem Minus aus. Der Generationenfonds mit rund 2,5 Milliarden Euro Anlagevermögen verzeichnet im Geschäftsjahr 2019/20 ein Minus von 1,2 Prozent. Er verlor 32,5 Millionen Euro.

"Ein Minus vor der Zahl schmerzt natürlich, aber wenn man sich das Bild im Umfeld anschaut, ist es ein solides Ergebnis", meint Finanzlandesrat Ludwig Schleritzko (ÖVP). Ein vorsichtiges Anlageportfolio habe dafür gesorgt, dass das Minus nicht noch größer ausfällt. Auch die Ertragsziele des Landtags konnten eingehalten werden, betont der Landesrat 29,2 Millionen Euro flossen ins Landesbudget. 

"Nicht überlegt, in Spardose der zukünftigen Generation zu greifen"

Mehr Geld aus dem Fonds zu nehmen, ist für Schleritzko, auch in diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten ausgeschlossen. "Wir haben nicht überlegt, in die Spardose der zukünftigen Generationen zu greifen", stellt er klar.  

Fibeg-Geschäftsführer Johannes Kern verweist auf die positive Langzeit-Performance des Fonds. In den vergangenen zehn Geschäftsjahren seit November 2010 konnte eine Wertsteigerung von plus 29,6 Prozent erreicht werden. Im Durchschnitt waren es pro Jahr seither plus 2,6 Prozent. Im vorhergehenden Geschäftsjahr 2018/19 wurde mit einem deutlichen Plus von 4,3 Prozent bzw. 101,7 Mio. Euro nach Kosten abgeschlossen worden.