Neue Beschränkungen für Unizugang ab Herbst 2019. Die Bundesregierung plant Limits bei Jus und Fremdsprachen, mehr Plätze bei Informatik.

Erstellt am 30. Januar 2018 (12:27)
APA/Glaser
Der Perchtoldsdorfer Heinz Faßmann ist neuer ÖVP-Bildungsminister.

Studenten auch aus Niederösterreich müssen sich auf weitere Zugangseinschränkungen bei bestimmten Studienfächern einstellen. Die Bundesregierung gibt den Universitäten ab dem Wintersemester 2019 grünes Licht, Beschränkungen in Jus, Fremdsprachen und Erziehungswissenschaften vorzunehmen. Ein entsprechender Gesetzesentwurf von Bildungsminister Heinz Faßmann wird morgen, Mittwoch, dem Ministerrat zum Beschluss vorgelegt. Die Rektorenkonferenz ist am Montagabend von dem Gesetzesvorhaben, mit dem die Unifinanzierung künftig neu geregelt wird, informiert worden.

In weiteren an einzelnen Universitäten überlaufenen Studienrichtungen können ebenfalls lokal Zugangsbeschränkungen vorgenommen werden. Dies ist dann der Fall, wenn das Betreuungsverhältnis, also die Zahl der Studenten, die auf einen Uniprofessor kommen, unzumutbar hoch ist oder sich durch eine hohe Anzahl neuer Studenten deutlich zu verschlechtern droht. Diese Möglichkeit kann per Verordnung durch den Minister eingeräumt werden.

300 Plätze mehr bei Informatik

In weiteren Studienrichtungen bleiben bisher geltende Zugangsbeschränkungen im Wesentlichen fast ohne Änderungen aufrecht. Das gilt für Medizin, Zahnmedizin, Veterinärmedizin, Psychologie, Architektur, Biologie, Publizistik, Wirtschaftswissenschaften, Pharmazie und – mit Veränderungen – bei Informatik. Denn in Informatik wird die Pflichtzahl an Studienplätzen um 300 auf künftig 2800 erhöht.

Neu ist am Beginn jedes Bachelor- oder Diplomstudiums die Möglichkeit, dass die Universitäten für die Zulassung „Feedbacks“ für die Eignung für das jeweilige Studium durchführen können. Letztentscheidung für die Zulassung zum Studium ist das Ergebnis jedoch nicht.