St. Pölten

Erstellt am 16. November 2016, 15:41

von Christine Haiderer

NÖ Ärzte starten Volksbegehren. Unter dem Motto „SOS Medizin“ sammelt die NÖ Ärztekammer bis 28. Februar Unterstützungserklärungen für ein Volksbegehren.

NÖ-Ärztekammerpräsident Christoph Reisner und Vizepräsident Gerrit Loibl wollen ein Volksbegehren. Foto: NÖN  |  NÖN

Geht es nach der NÖ Ärztekammer, stellt die von Bund und Ländern im Rahmen des Finanzausgleichs beschlossene 15a-Vereinbarung einen massiven Angriff auf das österreichische Gesundheitssystem dar.

NÖ-Ärztekammerpräsident Christoph Reisner: „Von den dadurch bevorstehenden gravierenden Änderungen und der drohenden Demontage sind sowohl Patienten als auch Ärzte massiv betroffen. Hier dürfen wir nicht tatenlos zusehen.“ Aus diesem Grund wird ein Volksbegehren initiiert. Ziel ist es, die darin enthaltenen Punkte langfristig für Ärzte zu sichern.

  • Einzelordinationen und Gruppenpraxen sollen erhalten bleiben. Die NÖ Ärztekammer befürchtet, dass durch die aktuellen Änderungen Versorgungseinheiten mehr Platz bekommen und niedergelassene Ärzte dadurch zurückgedrängt werden könnten.
  • Gefordert wird auch, dass die seit kurzem bestehende Maximalarbeitszeit der Spitalsärzte nicht aufgeweicht werden darf.
  • Erhalten bleiben soll auch die Kostenrückerstattung bei Wahlärzten.
  • Unabhängig von den Folgen durch die 15a-Vereinbarung will man darüber hinaus das Dispensierrecht für Ärzte. Laut Reisner also die Möglichkeit für Ärzte, in Einzelfällen Medikamente abgeben zu dürfen, auch von jenen, die keine Hausapotheke haben.

 

Bis 28. Februar kann man das Unterstützungsformular ausfüllen, von der Gemeinde bestätigen lassen und dann dort abgeben oder einschicken.

www.sos-medizin.at