WHO-Bericht über Healthacross veröffentlicht. In Sachen Gesundheit arbeitet Niederösterreich mit Nachbarregionen über den Grenzen hinweg. Die Weltgesundheitsorganisation hat dazu nun einen Report veröffentlicht.

Von Christine Haiderer. Erstellt am 26. November 2018 (12:47)
Haiderer
Francesco Zambon, der WHO-Regionalleiter für Vernetzung in Europa, und NÖGUS-Vorsitzender Landesrat Martin Eichtinger mit dem neuen WHO-Bericht über die grenzüberschreitenden Healthacross-Initiativen.

„Niederösterreich ist das erste Bundesland, das von der World Health Organization WHO als internationale Vorzeigeregion ausgewählt wurde“, freut sich NÖGUS-Vorsitzender Landesrat Martin Eichtinger. Nun wurden die grenzüberschreitenden Gesundheitsprojekte von Healthacross im Rahmen eines WHO-Reports veröffentlicht.

„Die Erfahrungen und das Know-How der Initiative Healthacross wollten wir unbedingt in einem WHO-Report festhalten, damit Regionen in anderen Ländern davon profitieren können und neue Impulse für ihre grenzüberschreitende Gesundheitsarbeit erhalten“, so Francesco Zambon, der WHO-Regionalleiter für Vernetzung in Europa.

Grenzüberschreitende Projekte bringen Vorteile für die Bewohner, die in Grenznähe wohnen, Arbeitsplätze und Wertschöpfung und fördern den Wissensaustausch der Beteiligten.

Ein internationales Gesundheitszentrum und grenzüberschreitende Rettungsdienste 

Zu den Healthacross-Projekten zählen etwa das ersten internationale Gesundheitszentreum in Gmünd, das im Frühling 2019 eröffnen wird und in dem Gesundheitsexperten aus beiden Regionen arbeiten werden. Seit 2008 werden rund. 5.000 Patienten aus Tschechien in der Region ambulant behandelt. Im Landesklinikum Melk wurde mit Know-how aus dem Krankenhaus Znaim ein EU-zertifiziertes Endometriosezentrum aufgebaut.

Dank des Rettungsvertrages zwischen Niederösterreich und den tschechischen Regionen Südböhmen, Südmähren und Vysočina überqueren Rettungsteams selbstverständlich Grenzen, damit immer das schnellste Rettungsteam zum Einsatzort kommen kann, egal aus welchem Land. „Damit ist eine rasche und unbürokratische Hilfe im Notfall gesichert“, so Eichtinger.

http://www.euro.who.int/en/about-us/networks/regions-for-health-network-rhn/publications/2018/the-healthacross-initiative-how-lower-austria-is-boosting-cross-border-collaboration-in-health-2018