300.000 Stunden mehr für Therapie. VP-Abgeordnete Gabriela Schwarz tourt durchs Land, um Erfahrungen zu sammeln. Aus NÖ nimmt sie Ideen für Allgemeinmediziner und vom Autismus-Zentrum mit.

Von Lisa Röhrer und Walter Fahrnberger. Erstellt am 30. Juni 2021 (05:54)
440_0008_8114007_noe26gabyschwarz.jpg
ÖVP-Gesundheitssprecherin Gabriela Schwarz sieht das Land für eine neuerliche Corona-Welle im Herbst gerüstet.
ÖVP/Ramberger, ÖVP/Ramberger

Die Pandemie hat das Gesundheitswesen auf eine Probe gestellt. Gezeigt haben sich die Stärken wie Schwachpunkte des Systems. Um die Stimmung unter Medizinern und Probleme unabhängig von Corona „einzusammeln“, tourt ÖVP-Gesundheitssprecherin Gabriela Schwarz durch Österreich. Vergangene Woche machte sie Halt in Niederösterreich.

Mit einem Allgemeinmediziner sprach sie hier über die Herausforderungen des niedergelassenen Bereichs auf dem Land. In den kommenden Jahren werde es nötig sein, mehr Menschen dazu zu bewegen, auf dem Land als Arzt zu arbeiten, sagt Schwarz. Etwa durch mehr Wertschätzung der Facharztausbildung für Allgemeinmediziner. Sie unterstreicht damit eine Forderung, die auch von der Landes-ÖVP kommt. „Das Thema werden wir jetzt angehen, weil der Hut brennt“, kündigt sie an. Als Vorzeigeprojekt entdeckte die Nationalratsabgeordnete das Ambulatorium Sonnenschein in St. Pölten. In dem Therapiezentrum bekommen autistische Kinder Unterstützung.

Schwarz betont die Wichtigkeit der psychischen Gesundheit. So werde es etwa 300.000 Stunden mehr vollfinanzierte Therapieeinheiten geben.

Für den Herbst und den Fall einer neuen Corona-Welle sieht Schwarz Österreich gerüstet. „Alleine wegen der Impfung kann man die Situation nicht mit vorigem Sommer vergleichen.“