Griechenland-Sondergipfel am kommenden Donnerstag. Die Staats- und Regierungschefs der Euro-Zone kommen am Donnerstag, dem 21. Juli, zu einem Sondergipfel zur Griechenlandkrise zusammen. Nach tagelanger Diskussion lud EU-Ratspräsident Van Rompuy zu dem Krisentreffen. Auf der Agenda stünden die Finanzierung der Hilfen für Griechenland und die Stabilität der Eurozone insgesamt, erklärte Van Rompuy.

Erstellt am 15. Juli 2011 (23:48)

Die Staats- und Regierungschefs der Euro-Zone kommen am Donnerstag, dem 21. Juli, zu einem Sondergipfel zur Griechenlandkrise zusammen. Nach tagelanger Diskussion lud EU-Ratspräsident Van Rompuy zu dem Krisentreffen. Auf der Agenda stünden die Finanzierung der Hilfen für Griechenland und die Stabilität der Eurozone insgesamt, erklärte Van Rompuy.

Die Politiker treffen sich demnach um 12.00 Uhr (MESZ). Er habe unter anderen die Finanzministerien der Mitgliedsländer darum gebeten, das Treffen vorzubereiten.

Van Rompuy hatte einen Krisengipfel angesichts der jüngsten Turbulenzen an den Finanzmärkten zunächst schon für diesen Freitagabend geplant. Deutschland bestand darauf, dass erst eine Lösung gefunden werden müsse. Man wolle eine schnelle Einigung, aber das Griechenland-Paket müsse vernünftig sein, meinte die deutsche Kanzlerin Merkel.

Die Euro-Länder stehen unter enormem Druck, ihren Streit über die Beteiligung des Privatsektors an neuen Milliardenhilfen für Griechenland beizulegen. Deutschland und andere nordeuropäische Staaten fordern, Gläubiger an Hilfen zu beteiligen. Ratingagenturen drohen damit, unter Umständen griechische Staatsanleihen mit der Note "teilweiser Zahlungsausfall" zu bewerten. Klar ist, dass die Euro-Zone alle Alternativen prüft, darunter auch eine möglichst kontrollierte Umschuldung, um Griechenland von seinem Schuldenberg herunterzubekommen.

Der Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB), Ewald Nowotny, befürwortet alle Maßnahmen, die die Lage Griechenlands erleichtern. Dazu gehörten eine "Verlängerung der Fristen und eine Reduzierung der Zinssätze". Allerdings dürften die Maßnahmen keine negativen Nebeneffekte haben und müssten von den Ratingagenturen akzeptiert werden, so das Ratsmitglied der Europäischen Zentralbank Freitagabend in der ZiB 2. Nowotny wies auf die Gefahr der Ansteckung anderer Staaten durch die Griechenland-Krise hin.