Große Mängel bei Lehre an Hochschulen. "Großen Handlungsbedarf" an den heimischen Hochschulen leitet die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) aus den ernüchternden Ergebnissen einer SORA-Studie zum Thema "Qualität der Lehre" ab. Die repräsentative Befragung von mehr als 6.500 Universitäts- und Fachhochschulstudenten habe demnach große Mängel im Bereich der Didaktik aufgezeigt.

Erstellt am 21. März 2012 (15:16)

"Großen Handlungsbedarf" an den heimischen Hochschulen leitet die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) aus den ernüchternden Ergebnissen einer SORA-Studie zum Thema "Qualität der Lehre" ab. Die repräsentative Befragung von mehr als 6.500 Universitäts- und Fachhochschulstudenten habe demnach große Mängel im Bereich der Didaktik aufgezeigt.

Die fachlichen Kompetenzen der Lehrenden werden in der Befragung zwar von 90 Prozent der Studenten als gut bewertet, ihre didaktischen Fähigkeiten aber kritisiert. 42 Prozent beichnen sie als mangelhaft, so Elke Larcher von SORA am Mittwoch bei der Studienpräsentation.

Kritikpunkte der Studenten reichen dabei von fehlendem Feedback über intransparente Leistungsbeurteilung bis zur nicht geglückten Wissensvermittlung und Motivation durch Lehrende über Lehrveranstaltungen hinaus. Nur ein Viertel der Studenten sehen demnach ihre Bedürfnisse und Interessen mehr oder weniger im Mittelpunkt der Lehre stehen. Die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH), die die Studie in Auftrag gegeben hat, fordert infolgedessen einen Paradigmenwechsel in der Hochschuldidaktik hin zum "Student Centered Learning" und eine verpflichtende didaktische Aus- und Weiterbildung von Lehrenden.

Als "unzulässig pauschal" bezeichnete Heinrich Schmidinger, Vorsitzender der Universitätenkonferenz (uniko), die Kritik an der Qualität der Lehre an Hochschulen. Laut Schmidinger werde diese Kritik aber "durch zahlreiche Beispiele" widerlegt - wie etwa an der Uni Salzburg, der er als Rektor vorsteht.