Grüne plädieren für flexible Einschulung. Sprachprobleme / Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz will verpflichtendes Vorschuljahr, NÖ Grüne sind für flexiblen Einstieg.

Erstellt am 01. April 2013 (17:25)
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Von Tina Wessig

Mit sechs Jahren werden Kinder üblicherweise eingeschult. Sofern sie körperlich und geistig dazu in der Lage sind. Sind sie es nicht, besuchen sie eine Vorschule. Dort ist die Zahl von Kindern mit nicht-deutscher Umgangssprache unverhältnismäßig hoch.

„Die Lehrer nicht im  Regen stehen lassen“

 

Dieses Modell wird jetzt von den Grünen hinterfragt: Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz (VP) „wolle separieren, die Grünen wollen integrieren“, heißt es. Konkret spricht man sich für eine flexible Schuleingangsphase aus, bei der Schulen autonom entscheiden, ob Vorschulkinder und Schulkinder der ersten beiden Klassen gemeinsam unterrichtet werden können. Schließlich könnten die Schulen am Standort am besten entscheiden, wie weit ein Kind in seiner Entwicklung ist.

Das genehmigungspflichtige Modell gibt es seit 1999. „Für mich ist wichtig, dass man die Lehrer bei diesem Modell nicht im Regen stehen lässt, denn ein Lehrer mit bis zu 25 Schülern kann das sicher nicht leisten“, sprich sich Grüne NÖ-Bildungssprecher Emmerich Weiderbauer für Unterstützung aus: „-->

Die Autonomie der Schulen auszubauen, dürfte auch in Niederösterreich mehrheitsfähig sein.“

Allerdings wünscht sich der Bildungssprecher Schulleitungen mit „verbrieften Fähigkeiten, eine Schule entsprechend managen zu können“: „Oberste Qualifikation darf nicht das Parteibuch sein, sondern eine nachweisbare Ausbildung zum Schulmanager.“

Haben Kinder Sprachdefizite, gibt es meist Probleme beim Schuleintritt. Die Grünen NÖ sprechen sich für verringerte Schülerobergrenzen und mehr Dienstposten aus: statt 25 nur 20 Kinder in der Klasse und dafür 1,5 bis zwei zusätzliche Pädagogen.

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