Grüne wählten Glawischnig zur Spitzenkandidatin. Ohne gröberer Reibereien haben die Grünen am Samstag ihre Bundesliste für die Nationalratswahl 2013 fixiert. Als Spitzenkandidatin geht Eva Glawischnig mit 94-prozentiger Delegiertenunterstützung in die Wahl, dahinter folgen Vize-Klubchef Kogler und Verkehrssprecherin Moser. Für alle drei Positionen gab es beim Bundeskongress im Design Center in Linz keine Gegenkandidaten.

Erstellt am 01. Dezember 2012 (18:21)

Größer war das Gedränge dahinter. Sicherheitssprecher Pilz musste sich für Platz 4 gegen drei Konkurrenten durchsetzen, Ex-ÖH-Chefin Maurer eroberte mit Platz 6 ein "Männer-Mandat". Platz 5 erreichte Umweltsprecherin Brunner gegen Neueinsteigerin Maurer.

Bei der Wahl um Platz 8 setzte sich der 23-jährige Julian Schmid, in Kärnten aufgewachsener Bezirksrat in Wien-Wieden, knapp gegen Behindertensprecherin Helene Jarmer durch. Sozialsprecher Karl Öllinger - auf der Wiener Liste auf dem unsicheren Platz 6 - ging auf der Bundesliste leer aus.

Jarmer schaffte mit Platz 9 gerade noch einen relativ sicheren Listenplatz. Platz 10 ging an Asyl-Anwalt Georg Bürstmayr, Platz 11 erreichte die steirische Energieexpertin Lara Köck. Bundesrat Marco Schreuder schaffte Platz 12, Platz 13 die Vorarlberger Kulturmanagerin Juliane Alton, und die 14. Position erhielt der steirische Bauernvertreter Thomas Waitz.

Nicht nur Öllinger schaffte es am Samstag nicht auf die Bundesliste. Auch der burgenländische Landtags-Mandatar Michel Reimon und Volker Plass von der Grünen Wirtschaft fanden keine Berücksichtigung.

"Uns Grüne kann man nicht kaufen, nur wählen", sagte Glawischnig in der Rede vor Beginn der Abstimmungen. Der Bundeskongress der Grünen geht am Sonntag in die zweite Runde, auf dem Programm steht die Wiederbestellung Glawischnigs als Bundessprecherin sowie die Wahl von vier Vorstandsmitgliedern. Erstmals erfolgt hier die Bestellung für drei statt bisher zwei Jahre.