Hahn: Förder-Chance für Spin Offs an Uni-Standorten. Der in der Vorwoche präsentierte EU-Finanzrahmen 2014 bis 2020 war am Montag Thema eines Arbeitsgesprächs zwischen EU-Regionalkommissar Johannes Hahn (V) und Landeshauptmann Erwin Pröll (V) in Wien.

Erstellt am 04. Juli 2011 (15:33)
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Hahn betonte anschließend vor Journalisten unter Hinweis auf die erfolgreiche Initiative Prölls, der sich im Vorjahr 143 von 172 Regionen mit einer Deklaration anschlossen, dass es für alle Regionen Förderungen geben werde.

Österreich könne mit dem Entwurf zufrieden sein, meinte Hahn. Für Niederösterreich bedeute das rund 146 Mio. Euro. Damit sei der "Topf" geringfügig kleiner, dazu kämen aber Mittel aus dem neuen "connectivity"-Fonds für grenzüberschreitende Verkehrs-, Energie- und Informationskommunikationstechnologie-Projekte, was insgesamt plus zehn Prozent bringe. So sollte es zum Beispiel möglich sein, an Universitätsstandorten Unternehmensgründungen zu fördern. Dass wissenschaftliche Projekte zur praktischen Umsetzung zu "Spin Offs" führen, sei etwa denkbar beim IST Austria in Klosterneuburg (Institute of Science and Technology) oder dem Tullner Boku-Standort (Universität für Bodenkultur), wo etwa im Bereich Nahrungsmittelsicherheit geforscht werde.

Pröll zeigte sich unter Hinweis auf die entstandene niederösterreichische Wissenschafts- und Forschungsachse (Krems, Tulln, Klosterneuburg, Wiener Neustadt) überzeugt davon, dass die angesprochene Förder-Perspektive zusätzliche Möglichkeiten und wirtschaftliche Chancen bringen werde. Was den EU-Finanzrahmen betreffe, gelte es, weiter Verbündete zu suchen, um sich durchzusetzen.