Einwegpfand kommt ab 2025

Auf Einweg-Getränkeverpackungen aus Plastik und Aluminium wird es ab 2025 ein Pfand im Lebensmittelhandel geben. Das wurde am Mittwoch im Ministerrat beschlossen. Die Höhe des Pfands ist noch offen.

Lisa Wurzinger Erstellt am 14. Oktober 2021 | 09:58

"Einwegpfand in Österreich - das nächste Grüne Erfolgsprojekt für Österreich", sagte die Landessprecherin der Grünen Helga Krismer. Am Mittwoch hat das neue Abfallwirtschaftsgesetz den Ministerrat passiert. Ab 2025 sieht das neue Gesetz vor, dass ein Pfand fällig wird, welche Kundinnen und Kunden wieder zurückbekommen, sobald die Verpackung wieder im Geschäft eingelangt ist. "Wir führen ein Pfandsystem in Österreich ein. Gemeinsam mit unserer Klimaschutzministerin Leonore Gewessler arbeiten wir für eine gute Zukunft im Land", so Krismer.

Bisher fallen in Österreich im Jahr über 900.000 Tonnen an Plastikmüll an, rund 50.000 Tonnen entfallen dabei auf Einweg-Getränkegebinde. Das sind beinahe 2,5 Milliarden Flaschen und Dosen, die nicht immer im Mülleimer landen. Die EU-Ziele könne man nur erreichen, wenn sich beim Thema Recycling in Österreich etwas änderte Das müsse sogar relativ flott passieren. Bis 2029 müssen mindestens 90 Prozent aller Getränkekunststoffflaschen ordnungsgemäß gesammelt werde, sagt die Landeschefin der Grünen. "Plastik muss aus Umwelt, Gewässer und damit aus unserem Nahrungskreislauf raus", sagt Krismer.