Verbesserungen im Gesundheitssystem gefordert. SPÖ-NÖ-Chef Franz Schnabl zufolge könnten Wartezeiten kürzer sein und Kompetenzen gebündelt werden.

Von Christine Haiderer. Erstellt am 29. August 2017 (01:20)
NÖN
SPÖ-NÖ-Landesparteivorsitzender Franz Schnabl sieht Verbesserungsbedarf.

„Wir haben in einigen Bereichen Handlungsbedarf, was die Wartezeiten betrifft“, kritisiert SPÖ-NÖ-Landesparteivorsitzender Franz Schnabl. So wären die Wartezeiten auf planbare Operationen, wie etwa Katarakt oder Kniegelenk, an manchen Orten länger als etwa in Wien.

Was es hier braucht? Unter anderem eine bessere landesweite Terminkoordination und grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit anderen Bundesländern. Und: „Abteilungen, die gut arbeiten, denen müssen wir Kraft geben“, ergänzt Gesundheitslandesrat Maurice Androsch, der auch Unterstützungsbedarf in der Pflege sieht. Zwar sind laut Androsch 60 zusätzliche Planstellen geplant, benötigt werden aber bis zu 1.000.

Schnabl will zudem, dass alle Gesundheitskompetenzen – in NÖ derzeit auf drei Landesräte aufgeteilt – nur von einem Landesrat übernommen werden. „Es ist eine Frage der Effizienz.“ So könnten Reibungsverluste vermieden werden.

Im niedergelassenen Bereich setzt sich Androsch für die baldige Umsetzung der Erstversorgungszentren und ein Fördermodell ein, das Ärzte bei einer neuen Ordination finanziell helfen soll – als weiteren Schritt, um den Beruf des Hausarztes für Ärzte attraktiver zu machen.