Haushaltseinkommen und Kaufkraft in NÖ am höchsten. Niederösterreich liegt bei Auswertungen der Statistik Austria das Haushaltseinkommen und die Kaufkraft betreffend an erster Stelle unter den Bundesländern.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 17. Juni 2019 (14:43)
Quelle: Statistik Austria; Foto: CalypsoArt/Shutterstock.com; NÖN-Grafik: Bischof

Erfreuliche Zahlen der Statistik Austria präsentierten ÖVP-Landesgeschäftsführer Bernhard Ebner und Landtagsabgeordneter Karl Moser (ÖVP) am Montag. Demnach dürfen sich die Niederösterreicher über den größten Wohlstand freuen.

Wie die Daten belegen, ist das jährliche Median-Nettoeinkommen (die Hälfte der Einkommen liegt über, die andere Hälfte unter diesem Wert) pro Haushalt in Niederösterreich mit 40.204 Euro bundesweit am höchsten. Niederösterreich liegt sogar um mehr als 9.000 Euro über dem Median-Nettoeinkommen aus Wien.

Auch bei der Kaufkraft pro Kopf rangiert Niederösterreich mit 25.200 Euro an der Spitze. Die Kaufkraft pro Kopf misst das verfügbare Nettoeinkommen inklusive staatlicher Leistungen, wie Arbeitslosengeld oder Kindergeld. Diese Daten wurden von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Ausblick für das Jahr 2019 erhoben. Der errechnete Wert misst also wie viel Geld für Konsumausgaben, Wohnen oder Sparen zur Verfügung steht.

Vergleichsweise weniger Menschen von Armut betroffen

Im Gegenzug sind in Niederösterreich relativ gesehen auch die wenigsten Menschen von Armut betroffen. Die NÖ-Quote liegt hier mit neun Prozent klar besser als der Bundesschnitt (14,3 Prozent) und noch deutlicher vor Wien (22,7 Prozent). In den aktuellen Berechnungen der Statistik Austria werden Personen, deren Nettoeinkommen eine gewisse Grenze unterschreitet, gezählt. 2018 liegt der Grenzwert bei 1.259 monatlich für einen Einpersonenhaushalt. 

Noch deutlicher ist der Unterschied bei der Kinderarmut. In NÖ leben elf Prozent aller Kinder bis 14 in von Armut gefährdeten Haushalten. Im Bundesschnitt liegt dieser Wert bei 19 Prozent.